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28.09.2016

23:36 Uhr

Börse New York

Mit dem Ölpreis steigen die Aktien

Zuletzt hat das TV-Duell zwischen Clinton und Trump die US-Anleger bewegt. Am Mittwoch sorgten Konjunktursorgen zunächst für verhaltene Stimmung. Doch zum Schluss drehte eine Überraschung der Opec die US-Börsen ins Plus.

Der Leitindex Dow Jones Industrial notierte zwischenzeitlich im Minus. AP

New York Stock Exchange

Der Leitindex Dow Jones Industrial notierte zwischenzeitlich im Minus.

New YorkEine Einigung der Opec-Staaten auf eine Begrenzung der Öl-Fördermengen hat die Wall Street am Mittwoch beflügelt. Der iranische Ölminister Bidschan Sanganeh sagte der Nachrichtenagentur Schana zufolge, die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) habe sich nach zweieinhalbjährigen Verhandlungen auf Maßnahmen zur Marktstabilisierung verständigt.

Die Wende geht Insidern zufolge auf eine Annäherung des Iran und seines Erzrivalen Saudi-Arabien zurück. Für die Märkte kam die Einigung überraschend. Die Ölpreise schossen in die Höhe und zogen Aktien von US-Energiekonzernen mit nach oben.

Hinzu kamen Konjunkturdaten. Die Neuaufträge für langlebige Güter waren im August nicht wie erwartet gefallen, sondern hatten nur stagniert. Angesichts des starken Vormonatswerts sei das gar nicht so schlecht, sagte Analyst Bernd Krampen von der NordLB. Insgesamt bleibe es aber bei einem zweigeteilten Bild in den USA: Robuster Konsum, aber ein weiterhin wenig dynamischer Produktionssektor.

Auf die Stimmung drückte die Ankündigung von IWF-Chefin Christine Lagarde, der Internationale Währungsfonds (IWF) werde seine Prognose für das US-Wirtschaftswachstum in diesem Jahr senken. Im Fokus stand zudem der Auftritt von Notenbankchefin Janet Yellen vor dem Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses. "Yellens Äußerungen sind im Großen und Ganzen im Rahmen der Erwartungen", sagte Aktienstratege Terry Sandven von U.S. Bank Wealth Management.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent höher auf 18.339 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,5 Prozent auf 2171 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,2 Prozent auf 5318 Stellen. In Frankfurt ging der Dax 0,7 Prozent fester bei 10.438 Punkten aus dem Handel.

Opec einigt sich auf Förderbegrenzung: Der Ölpreis schießt kräftig in die Höhe

Opec einigt sich auf Förderbegrenzung

Der Ölpreis schießt kräftig in die Höhe

Das Ölkartell Opec hat sich bei seinem informellen Treffen in Algerien auf eine Begrenzung der Fördermengen geeinigt. Der Iran und Saudi-Arabien sollen sich dabei angenähert haben. Die Rohstoffmärkte reagieren prompt.

In New York verteuerten sich die Aktien des Ölriesen Exxon um mehr als vier Prozent, die Papiere von Chevron legten über drei Prozent zu. Damit zählten sie zu den gefragtesten Papieren im Dow Jones.

Zudem richteten sich die Blicke auf Nike. Der weltgrößte Sportartikelhersteller enttäuschte die Anleger trotz unerwartet deutlich gestiegener Gewinne im ersten Geschäftsquartal. Vor allem die Entwicklung der Bestelleingänge, aus denen Analysten Rückschlüsse auf die künftige Umsatzentwicklung ziehen, alarmierte die Börsianer. Die Papiere fielen als abgeschlagenes Schlusslicht im US-Leitindex um 3,78 Prozent.

Der weltgrößte Einzelhändler Walmart will einem Medienbericht zufolge beim indischen Elektronik-Onlinehändler Flipkart einsteigen. Walmart-Titel verloren 0,75 Prozent. Papiere des Matratzenherstellers Tempur Sealy brachen um 22 Prozent ein. Das Unternehmen blieb mit seinen Umsatzzielen für das laufende Geschäftsjahr hinter den Erwartungen zurück.

Der Kurs des Euro war unter dem Strich wenig bewegt. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,1216 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1225 (Dienstag: 1,1220) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8909 (0,8913) Euro.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 930 Millionen Aktien den Besitzer. 2273 Werte legten zu, 727 gaben nach und 101 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,77 Milliarden Aktien 1704 im Plus, 1142 im Minus und 172 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 3/32 auf 99-12/32. Die Rendite stieg auf 1,5685 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 7/32 auf 99-5/32 und rentierte mit 2,2884 Prozent.

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