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15.09.2014

22:22 Uhr

Börse New York

Nervöse Stimmung an der Wall Street

Schwache chinesische Konjunkturdaten – enttäuschte Anleger. An der Wall Street verzeichnen viele Werte deutliche Verluste. Auch für den Dollar sieht es nicht gut aus. Und auch die Fed macht die Märkte nervös.

Konjunkturthemen waren das Thema am Freitag. ap

Konjunkturthemen waren das Thema am Freitag.

New YorkDie US-Börsen haben zum Wochenauftakt keine gemeinsame Richtung gefunden. Während der Dow Jones am Montag fester schloss, musste die Technologiebörse Nasdaq spürbar Federn lassen.

Investoren bereiteten sich auf den bevorstehenden Börsengang des chinesischen Online-Händlers Alibaba vor und zogen sich dafür aus anderen Aktien zurück, sagten Händler. Für Kaufzurückhaltung sorgten zudem enttäuschende Konjunkturdaten aus China: Die Industrieproduktion in der Volksrepublik wuchs im August so schwach wie zuletzt vor fast sechs Jahren. Zudem wagten sich viele Anleger vor der am Dienstag beginnende Fed-Sitzung nicht aus der Deckung.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 17.051 und einem Tief von 16.951 Zählern. Er schloss mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 17.031 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 trat bei 1984 Zählern praktisch auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 1,1 Prozent auf 4518 Stellen ein. In Frankfurt kam der Dax mit 9659 Punkten kaum vom Fleck.

Die Leute machen sich Sorgen, dass (Fed-Chefin Janet) Yellen über eine Zinserhöhung reden könnte, sagte Ken Polcari, Anlagestratege bei O'Neil Securities in New York. Mit Enttäuschung aufgenommene Wirtschaftsdaten auch aus den USA dämpften allerdings eher Spekulationen auf eine baldige Zinswende: Die US-Industrie hat ihre Produktion im August überraschend zurückgefahren und schrumpfte im Vergleich zum Vormonat zum ersten Mal seit über einem halben Jahr. Die Ungewissheit über den künftigen Kurs von Yellen und ihren Kollegen verdarb den Anlegern die Kauflaune.

Auch Autowerte gaben nach, die Elefantenhochzeit in der Zulieferbranche brachte keine Kaufimpulse. Der süddeutsche Getriebehersteller ZF Friedrichshafen schluckt den US-Konkurrenten TRW Automotive.

Für welche Geldanleger die Börse geeignet ist

Eigenverantwortung

Sie Wissen, dass Sie selbst die Verantwortung für Ihre Geldanlage übernehmen und schieben Verluste nicht auf die Tipps anderer.

Interesse

Sie beobachten das wirtschaftliche Geschehen national und international regelmäßig und scheuen sich nicht, weiteren Informationen gezielt nachzugehen und nach zu fragen.

Einsicht

Sie sind gewohnt, einmal getroffene Entscheidungen auch wieder zurückzunehmen, wenn Sie erkennen, dass sie falsch waren.

Eigensinn

Sie lassen sich nicht allzu leicht durch die Stimmung anderer anstecken und folgen niemals blindlings Empfehlungen, ohne sie selbst zu hinterfragen.

Vermögen

Sie verfügen über genügend liquide Mittel neben Ihrer Anlage an der Börse, um auch unvorhergesehene Probleme lösen zu können, ohne sofort auf Ihr angelegtes Geld zurückgreifen zu müssen (Faustregel: zwei Monatsgehälter als Reserve)

Quelle: Börse für Dummies

An der Nasdaq konnte sich auch Microsoft mit einem Minus von fast einem Prozent nicht dem Negativ-Trend entziehen. Vom US-Softwareriesen erreichte die Anleger am Montag die Nachricht, dass er für 2,5 Milliarden Dollar den schwedischen Hersteller des populären Computerspiels Minecraft, Mojang, übernimmt.

Gefragt waren dagegen die Anteilsscheine des Brauers Molson Coors. Experten halten es für möglich, dass Konkurrent SABMiller den in den USA und Kanada stark vertretenen Bierkonzern ins Visier nimmt, um sich selbst gegen eine Übernahme zu rüsten. Molson-Papiere verteuerten sich um fast sechs Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 590 Millionen Aktien den Besitzer. 1031 Werte legten zu, 2021 gaben nach und 140 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,9 Milliarden Aktien 638 Titel im Plus, 2092 im Minus und 118 unverändert.

Die schwachen Konjunkturdaten ließen Schnäppchenjäger an den US-Kreditmärkten zuschlagen. So stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 7/32 auf 98-04/32. Sie rentierten mit 2,59 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten um 10/32 auf 95-31/32 und hatten eine Rendite von 3,34 Prozent.

Von

rtr

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