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13.10.2014

23:40 Uhr

Börse New York

Nervosität führt zu Talfahrt an der Wall Street

Großbanken und Konzerne werden diese Woche ihre Quartalsbilanzen vorlegen. Doch dem Optimismus der US-Börsianer geht schnell die Luft aus. Die Börsenkurven von Dow Jones und Co zeigen wieder nach unten.

Händler an der New York Stock Exchange. Nach dem Ausverkauf geht wieder aufwärts. Investoren behalten die Entwicklung um Ebola im Blick. AFP

Händler an der New York Stock Exchange. Nach dem Ausverkauf geht wieder aufwärts. Investoren behalten die Entwicklung um Ebola im Blick.

New YorkDie US-Börsen haben am Montag ihren Abwärtstrend aus der vergangenen Woche nahtlos fortgesetzt. Nach einem wechselhaften Handelsverlauf am Feiertag Columbus Day schlossen die wichtigsten Indizes deutlich im Minus. Experten verwiesen auf die anhaltende Sorge über die Weltkonjunktur. Der S&P durchbrach die Marke von 1900 Punkten und löste damit zudem technische Verkäufe aus.

Wichtiges Thema war zudem die beginnende Berichtssaison für die US-Unternehmen. "Morgen beginnt die Flut", erklärte Peter Cardillo von Rockwell Global Capital. In den kommenden Tagen sollen unter anderem JPMorgan, Intel, American Express und General Electric (GE) ihre Bücher öffnen.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 16.321 Punkten 1,35 Prozent im Minus. Im Verlauf pendelte er zwischen 16.310 und 16.602 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 1874 Zählern 1,65 Prozent tiefer aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq verlor knapp 1,5 Prozent und schloss bei 4213 Punkten. Der CBOE-Volatilitätsindex stieg auf 26,64 und schloss damit so hoch wie seit Anfang Juni 2012 nicht mehr. In Frankfurt war der Dax mit 8812 Punkten und damit einem Plus von etwa 0,3 Prozent aus dem Handel gegangen.

Bei ihrem Wall Street-Debüt legten die Aktien des fusionierten italienisch-amerikanischen Autobauers Fiat Chrysler etwa 2,5 Prozent zu. Die Titel des Konkurrenten Ford verloren 1,8 Prozent, die von General Motors (GM) 1,65 Prozent.

Abwärts ging es auch für die Titel der Deutsche-Telekom -Tochter T-Mobile US, nachdem der französische Mobilfunkkonzern Iliad seine Übernahmepläne aufgab. T-Mobile schloss knapp 2,5 Prozent im Minus.

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In den USA sorgte die Infektion einer Klinik-Mitarbeiterin mit Ebola für großes Interesse an einigen kleineren Spezialunternehmen. Die Papiere des Schutzanzüge-Herstellers Lakeland und des Schutzmasken-Produzenten Alpha Pro stiegen um 47,7 beziehungsweise 35,2 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 902 Millionen Aktien den Besitzer. 976 Werte legten zu, 2062 gaben nach und 141 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,43 Milliarden Aktien 1157 im Plus, 1525 im Minus und 114 unverändert.

US-Staatsanleihen wurden wegen des Feiertags nicht gehandelt.

Von

rtr

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