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01.06.2017

23:52 Uhr

Börse New York

Neue Rekordstände nach starken Jobdaten

Der S&P 500 sowie der Nasdaq sind so hoch wie nie zuvor aus dem Handel gegangen. Für Auftrieb sorgte die monatliche Statistik eines Personaldienstleister. Trumps Aufkündigung des Weltklimapakts spielte kaum eine Rolle.

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New YorkStarke Daten vom US-Arbeitsmarkt haben am Donnerstag für neue Rekordstände an der Wall Street gesorgt. Die Börsenbarometer S&P 500 und Nasdaq schlossen so hoch wie nie zuvor. Anleger zeigten sich erfreut über die monatliche Statistik des Personaldienstleisters ADP. Demnach schuf die Privatwirtschaft im Mai deutlich mehr neue Stellen als erwartet. Mehr Aufschluss über die Verfassung des Jobmarktes gibt am Freitag der Monatsbericht der Regierung, der auch die Stellen im Staatssektor umfasst.

Die Zahlen liefern Investoren wichtige Hinweise auf die künftige Geldpolitik der US-Notenbank (Fed). "Ich glaube, die Fed hat sich schon entschieden", sagte Marktökonom Peter Cardillo vom Investmenthaus First Standard Financial. "Wenn wir morgen keine ausgesprochen schwachen Beschäftigungsdaten haben, dürfte die Fed im Juni die Zinsen anheben." Diese Einschätzung entspricht der allgemeinen Erwartung an den Märkten und wurde auch durch Äußerungen von Fed-Gouverneur Jerome Powell bestärkt. Die US-Wirtschaft sei den Zielen der Notenbank inzwischen so nahe wie seit Jahren nicht, sagte Powell. Die nächste Zinssitzung ist am 14. Juni.

Die Aufkündigung des Weltklimavertrags durch die USA spielte am Markt kaum eine Rolle. US-Präsident Donald Trump begründete den Schritt mit den Kosten des Abkommens für die USA. Aktien aus den Bereichen Kohle und erneuerbare Energien gaben jedoch nach.

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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent höher auf 21.144 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,8 Prozent auf 2430 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,8 Prozent auf 6246 Punkte. In Frankfurt ging der Dax 0,4 Prozent fester auf knapp 12.665 Punkten aus dem Handel.

Unter den Einzelwerten zog Deere die Aufmerksamkeit auf sich. Die Aktien schnellten 1,8 Prozent nach oben. Der Traktor- und Baumaschinenhersteller kauft für rund 4,6 Milliarden Euro den deutschen Straßenbaumaschinen-Spezialisten Wirtgen Group.

Im Fokus standen zudem Autowerte, nachdem die Hersteller ihre Monatsstatistiken zum Autoabsatz in den USA vorlegten. Ford gelang es im Mai, den Rivalen General Motors (GM) bei den Neuwagenverkäufen zu überholen. Der Kurs von Ford stieg 2,6 Prozent, der von GM 1,5 Prozent und der von Fiat Chrysler 5,4 Prozent.

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Zu den Gewinnern zählten ferner Palo Alto Networks, die 17 Prozent nach oben schossen. Der Sicherheitssoftware-Anbieter erfreute die Investoren mit einer überraschend optimistischen Geschäftsprognose. Unter Druck standen dagegen die Papiere von Hewlett Packard Enterprise, die um knapp sieben Prozent absackten. Der Umsatz des IT-Konzerns ging im abgelaufenen Quartal deutlich zurück.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 970 Millionen Aktien den Besitzer. 2422 Werte legten zu, 515 gaben nach und 135 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,93 Milliarden Aktien 2173 im Plus, 718 im Minus und 190 unverändert.

Die US-Kreditmärkte ließen leicht Federn. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 5/32 auf 101-13/32. Die Rendite stieg auf 2,2167 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 8/32 auf 102-19/32 und rentierte mit 2,8703 Prozent.

Von

rtr

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