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12.02.2013

01:55 Uhr

Börse New York

New Yorker Börsen geben nach Kursrally leicht nach

Den US-Indizes geht die Luft aus. Nach der jüngsten Kursrally bleiben die Handelsumsätze mangels großer Impulse niedrig. Im Fokus der Marktteilnehmer stehen die Aktien von Google.

Händler an der New York Stock Exchange. ap

Händler an der New York Stock Exchange.

New YorkNach der jüngsten Rally hat die Wall Street am Montag etwas schwächer geschlossen. Mangels großer Impulse blieben die Handelsvolumina gering. Peter Cardillo von Rockwell Global Capital sprach allerdings von sehr guten technischen Indikatoren. Das S&P-500-Barometer hat im bisherigen Jahresverlauf rund sechs Prozent zugelegt und liegt wie der Leitindex Dow Jones nicht weit entfernt von seinem Allzeit-Hoch. "Möglicherweise sehen wir eine Korrektur, bevor es wieder bergauf geht. Diese könnte durch enttäuschende Konjunkturdaten hervorgerufen werden", warnte Tim Ghriskey von Solaris Asset Management.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte 0,2 Prozent tiefer auf 13.971 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 13.940 und 13.992 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,1 Prozent auf 1517 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq tendierte 0,1 Prozent schwächer bei 3192 Stellen.

Das Augenmerk der Anleger richtete sich auf Google -Aktien, die 0,4 Prozent nachgaben. Das Unternehmen hatte am Wochenende mitgeteilt, dass sein früherer Chef Eric Schmidt sich von einem Großteil seiner Google-Aktien trennt.

US Airways lagen knapp zwei Prozent im Minus. Insider-Informationen zufolge steht die Fluggesellschaft kurz vor einer Einigung mit der American-Airlines-Mutter AMR über eine Fusion zur weltgrößten Fluggesellschaft.

Die wichtigsten Fragen zum Börsenjahr 2013

Kann ich mit sicheren Anlagen die Inflationsrate schlagen?

Nein. Und das dürfte vorerst auch so bleiben, weil Zentralbanken und Regierungen die Zinsen unten halten. Nur so können sie vermeiden, dass Staaten von den Schulden erdrückt werden. Wer die Inflation schlagen will, muss begrenzt Risiken eingehen. Mit Aktien zum Beispiel.

Soll ich mein Eigenheim jetzt sanieren

Wann, wenn nicht jetzt? Zehnjähriges Baugeld gibt’s für 2,5 Prozent, von der staatlichen KfW für eine neue Heizung oder ein gedämmtes Dach sogar ab einem Prozent. Auch der Einsatz von Erspartem lohnt: Auf der Bank bringt es kaum Zinsen, und Investitionen für Dämmung und Heizung schützen gut vor Inflation. Die wird stark von Öl-, Gas- und Strompreisen getrieben. Und: Maßnahmen, die Erhalt und Modernisierung dienen, steigern den Wiederverkaufswert.

Fällt der Garantiezins meiner Lebensversicherung

Am Garantiezins aus alten Verträgen kann die Finanzaufsicht nur im Notfall rütteln. Wer neu abschließt, bekommt 1,75 Prozent auf Beiträge garantiert, nach Abzug von Provision und Kosten. Der Garantiezins orientiert sich an der Rendite von AAA-Anleihen im Schnitt der vergangenen zehn Jahre (zuletzt 3,7 Prozent). 60 Prozent davon können sich Versicherer als Garantiezins noch leisten – etwa 2,2 Prozent. Noch bleibt Luft.

Ist es Zeit, Schwarzgeld zu legalisieren?

Das Schweizer Bankgeheimnis ist praktisch erledigt, weitere Steuer- CDs können durchaus noch in die Hände der Finanzbehörden geraten. Und: Per Selbstanzeige kommen Steuerhinterzieher relativ milde davon. Das muss aber nicht so bleiben. Nebenbei: Was passiert, wenn Bürger ihre Steuern nicht zahlen, lässt sich in Griechenland besichtigen.

Soll ich mein Vermögen zu Lebzeiten schon verschenken?

Jedes Elternteil darf jedem Kind alle zehn Jahre bis zu 400.000 Euro steuerfrei schenken. Schön fürs Kind: Es bekommt das Elternhaus schon zu deren Lebzeiten und spart Steuern. Wer seine Villa nur steueroptimiert übertragen, aber selbst noch bewohnen will, sollte vorsichtshalber ein Nießbrauchsrecht eintragen lassen. Mit Kindern kann man sich zer- streiten, Verschenktes aber nur bei „grobem Undank“ zurückfordern. Die Hürden dafür aber sind hoch.

Ist mein Geld auf der Bank sicher?

Käme eine deutsche Bank oder Sparkasse in Schieflage, müssten zunächst die Einlagensicherungs-systeme der Geldhäuser die Sparer entschädigen. Doch klar ist: Bei Pleite einer sehr großen Bank oder einer Kettenreaktion wären die Töpfe schnell leer. Unabhängig davon garantiert daher seit Ende 2010 das Gesetz pro Kopf und Bank 100.000 Euro; wer mehr hat, sollte das Geld also auf mehrere Banken verteilen.

Droht ein Aktiencrash?

Eher nicht. Aktien sind, gemessen an der global schwachen Konjunktur und der Euro-Krise, zwar schon recht weit gelaufen. Und Aktienkurse zieht es nach unten, wenn die Wirtschaft darbt. Aber Investoren suchen Rendite. Sichere Staatsanleihen bringen zu wenig. Aktien solide geführter Konzerne mit guten Dividenden rentieren höher als Anleihen der Unternehmen. Wer Geld übrig hat, steckt einen Teil in solide Aktien.

Soll ich in Währungen außerhalb des Euro investieren?

Die goldene Regel heißt: Setze nie alles auf eine Karte. Das gilt auch für Währungen. Problem: Die Fluchtwährungen, allen voran der Schweizer Franken, sind schon sehr teuer. Ein paar norwegische, schwedische oder kanadische Staatsanleihen aber können Sie Ihrem Depot ruhig beimischen.

Wie sichere ich meine Kinder ab?

Indem Sie sicherstellen, dass sie etwas bekommen, wenn Ihnen etwas zustößt: Unerlässlich ist eine Risikolebensversicherung, für etwa 30 Euro monatlich gibt es im Todesfall 250 000 Euro. Dazu regelmäßig eine feste Summe ansparen, am besten in Aktien für ein Kinderdepot. Vorsichtige schließen noch eine Kinder-Invaliditätsversicherung ab, die greift weiter als eine Unfallpolice.

Soll ich jetzt Schulden machen?

Kredite sind billig, Konsum kurbelt die Wirtschaft an. Ist Ihr Job sicher, kaufen Sie sich was Schönes, viel Zinsen gibt es sowieso nicht. Bei Immobilien gilt: Auch Niedrigzins-Kredite müssen verlängert und zurückgezahlt werden. In zehn Jahren können die Zinsen viel höher sein. Wer zu wenig tilgt, ist bis zur Rente nicht schuldenfrei. Baukredite also nur so hoch ansetzen, dass Sie die Rückzahlung in einem vernünftigen Zeitraum stemmen können.

Soll ich meine Immobilie verkaufen?

Die Preise sind hoch, eigentlich ein guter Zeitpunkt. Aber die Euro-Krise ist nicht gelöst, Sachwerte bleiben gefragt. Wer verkaufen will, braucht vor allem aber einen Plan, wie er das Geld anlegt. Wer es nur auf dem Sparbuch parken möchte, sollte seine vermietete Wohnung behalten. Das gilt erst recht für das Eigenheim – so man sich wohl darin fühlt.

Soll ich Gold kaufen?

Im Zweifel ja. Wer Gold als Währung betrachtet, kann Papier immer in Edelmetall tauschen, egal, zu welchem Preis. So gesehen ist Gold das einzige Tauschmittel, das Inflation und Währungsreform überlebt hat. Wer davor Angst hat, kauft Gold – als Versicherung.

Gibt es sicheres Tagesgeld für mehr als zwei Prozent Zins?

Kaum. Solange die EZB Banken Geld für 0,75 Prozent gibt, müssen nur kapitalschwache Institute für zwei bis drei Prozent Geld sammeln. Oft greift dann nur die ausländische Einlagensicherung. Bei Pleiten wird es mühsam, an sein Geld zu kommen.

Soll ich in Oldtimer, Kunst, Uhren oder Wein investieren?

Klar doch, wenn Sie Spaß daran haben – und etwas davon verstehen. Die Angst vor Inflation treibt die Preise von Sachwerten, auch von schönen, nutzlosen, wie Cézanne und Mercedes SL. Aber Vorsicht: Laien werden von Experten übervorteilt. Lassen Sie sich unabhängig beraten, auch wenn das erst mal Geld kostet.

Auf den Einkaufslisten standen dagegen die Anteilsscheine von Apple. Der Technologiekonzern experimentiert einem Medienbericht zufolge mit der Entwicklung einer computergestützten Armbanduhr als Brücke zwischen iPhone und Laptop. Basis des Geräts sei flexibles Glas, damit sich die Uhr ums Handgelenk legen lasse, meldete die "New York Times". Seit Jahren wird spekuliert, in welchen Bereich der US-Konzern als nächstes investiert. Nach iPhone und iPad warten Investoren auf den nächsten Coup. Apple-Aktien verteuerten sich um gut ein Prozent.

Gefragt waren auch die Dividendenpapiere vom amerikanischen Bayer-Partner Regeneron mit einem Aufschlag von 2,7 Prozent. Der französische Pharmariese Sanofi will seinen Einfluss bei dem Konzern ausbauen. Sanofi will Aktien über den Markt und auch direkt von Anteilseignern erwerben.

Was 2012 aus 1.000 Euro wurde

Zypriotische Aktien (CSE)

407 Euro

Öl (WTI)

899 Euro

Spanische Aktien (Ibex)

968 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

989 Euro

Sparbuch (Durchschnitt)

1005 Euro

Tagesgeld (Durchschnitt)

1014 Euro

US-Staatsanleihen

1029 Euro

Gold

1034 Euro

Bundesanleihen

1038 Euro

Dow Jones

1049 Euro

Silber

1052 Euro

Nikkei 225

1069 Euro

EuroStoxx 50

1149 Euro

Schweizerische Aktien (SMI)

1167 Euro

Italienische Staatsanleihen

1203 Euro

Euro-Unternehmensanleihen (Non-Investment-Grade)

1242 Euro

Irische Staatsanleihen

1297 Euro

Dax

1299 Euro

Griechische Aktien (ASE)

1342 Euro

Griechische Staatsanleihen (inkl. Schuldenschnitt, ohne Rückkauf)

1452 Euro

Türkische Aktien (ISE 100)

1576 Euro

Venezolanische Aktien (IBC)

2882 Euro

Die Anleger hielten sich auch mit größeren Engagements an Europas Aktienmärkten zurück. Mit geringen Umsätzen schloss der Dax 0,2 Prozent niedriger bei 7633,74 Zählern. Der Euro legte dagegen auf bis zu 1,3427 Dollar zu, nachdem Bundesbank-Präsident Jens Weidmann vor einem Abwertungswettlauf gewarnt hatte. Insgesamt blieb aber auch der Devisenhandel dünn.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 500 Millionen Aktien den Besitzer. 1331 Werte legten zu, 1624 gaben nach und 129 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,54 Milliarden Aktien 1200 im Plus, 1255 im Minus und 110 unverändert.

Wie der Wall-Street Handel lief

Video: Wie der Wall-Street Handel lief

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