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05.04.2016

22:50 Uhr

Börse New York

Notenbanker verunsichern die US-Anleger

Es bleibt ein Rätsel, wann genau und wie oft die Fed die Zinsen in diesem Jahr anheben wird. Diese Ungewissheit trieb am Dienstag die US-Börsen zu Verlusten. Fusionen und Personalwechsel sorgten für Bewegung.

Fed-Spekulationen belasten die Wall Street. AFP; Files; Francois Guillot

Skeptische Händler in New York

Fed-Spekulationen belasten die Wall Street.

New YorkUnklarheit über die Zinspolitik der US-Notenbank (Fed) hat am Dienstag für Kursverluste an der Wall Street gesorgt. Anleger reagierten verunsichert auf Äußerungen von führenden US-Notenbankvertretern. Diese unterstrichen die Bereitschaft der Fed zu Zinserhöhungen in diesem Jahr. Sie schlugen damit einen weniger vorsichtigen Ton an als zuletzt Fed-Chefin Janet Yellen.

Zu den Zinsspekulationen kamen Konjunktursorgen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die weltweiten Konjunktur-Aussichten skeptisch. „Die Erholung ist zu langsam, zu zerbrechlich, und die Risiken wachsen“, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde.

Wie der Wall Street-Handel lief

Wall Street im Vakuum

Wie der Wall Street-Handel lief: Wall Street im Vakuum

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Gute US-Wirtschaftsdaten in Form einer überraschend deutlich aufgehellten Stimmung der Dienstleister lieferten vor diesem Hintergrund keinen Rückenwind, zumal durchwachsene Konjunktursignale aus der Eurozone kamen. Die Stimmung im Dienstleistungssektor der Eurozone hatte sich im März überraschend verschlechtert und die deutsche Industrie hatte im Februar deutlich weniger Aufträge als im Vormonat erhalten.

Anlagestrategin Lisa Kopp von U.S. Bank Wealth Management sprach von einem Umfeld allgemeiner Unsicherheit. Sie verwies auch auf aktuelle Ölpreisschwankungen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,8 Prozent tiefer bei 17.603 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank ein Prozent auf 2045 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel ebenfalls ein Prozent auf 4844 Stellen. In Frankfurt ging der Dax 2,6 Prozent schwächer auf einem Vier-Wochen-Tief von 9563 Punkten aus dem Handel.

Aufregung am Markt lösten neue Schritte der US-Regierung zur Bekämpfung von Steuerflucht aus, die die 160-Milliarden-Dollar Fusion der Pharmariesen Pfizer und Allergan platzen lassen könnten. Pfizer tendiert Insiderinformationen zufolge dazu, die Übernahme des Konkurrenten fallenzulassen. Diese Aussicht drückte den Allergan-Kurs fast 15 Prozent ins Minus. Pfizer hingegen legten rund zwei Prozent zu, weil der Konzern im Falle einer Absage sich den gewaltigen Kaufpreis sparen würde.

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