Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.04.2016

02:17 Uhr

Börse New York

Ölpreis belastet Wall Street - Zurückhaltung vor Fed-Sitzung

Der erneut fallende Ölpreis sowie schwache Quartalszahlen haben am Montag den Handel in New York belastet. Zudem hielten sich die Anleger wenige Tage vor der Fed-Sitzung zurück. Ein Kaufangebot sorgte für Aufregung.

Insgesamt läuft die Berichtssaison in den USA bisher besser als erwartet. Dennoch überraschten einige Konzerne negativ. Reuters

Händler an der Börse New York

Insgesamt läuft die Berichtssaison in den USA bisher besser als erwartet. Dennoch überraschten einige Konzerne negativ.

New YorkDie US-Börsen sind am Montag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Händler machten dafür den wieder fallenden Ölpreis und einige schwache Quartalsbilanzen verantwortlich. Außerdem würden sich Anleger vor der Zinssitzung der US-Notenbank Fed zurückhalten. Der Ölpreis gab rund ein Prozent nach.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,15 Prozent im Minus bei 17.977 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,18 Prozent auf 2087 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 0,21 Prozent auf 4895 Punkte ein. In Frankfurt schloss der Dax zuvor 0,8 Prozent niedriger bei 10.294 Punkten.

„Wir haben jetzt eine technische Widerstandslinie in der Nähe des Rekordhochs erreicht“, sagte Randy Frederick vom Wertpapierhändler Charles Schwab. „Einige Leute nehmen Gewinne mit, und die Aktien wirken derzeit etwas teuer, vor allem weil es im Moment kein Wachstum in den Ergebniszahlen gibt“, fügte er hinzu.

Unter den Einzelwerten büßten die Anteilsscheine von Caterpillar am Ende des Dow 1,95 Prozent ein. Der Baumaschinenhersteller hatte am Freitag während der Vorstellung seiner Quartalszahlen die Jahresprognose gesenkt. Einer Analystin zufolge dürfte es Caterpillar nicht gelingen, den erwarteten Umsatzrückgang durch Kostensenkungen auszugleichen.

Die Aktien von McDonald's gewannen indes an der Index-Spitze 1,56 Prozent. Sie profitierten von positiven Analystenkommentaren nach ebenfalls am Freitag vorgelegten Quartalszahlen.

Für Aufsehen an der Wall Street sorgte ein Kaufangebot des Herausgebers der „USA Today“. Es gab den Aktien der Tribune Publishing kräftig Rückenwind. Die Titel des Herausgebers der „Los Angeles Times“ und „Chicago Tribune“ legten knapp 53 Prozent zu. Der Gannett -Verlag mit der „USA Today“ hatte nach eigenen Angaben schon Mitte April sein Angebot vorgelegt. Mit 12,25 Dollar je Aktie lag es 63 Prozent über dem Tribune-Freitagsschluss. Der Eigentümer der „Los Angeles Times“ will allerdings mit Gannett nicht verhandeln. Gannett-Aktien notierten 6,4 Prozent im Plus.

Die Papiere von Xerox brachen um 13,34 Prozent ein. Rückläufige Umsätze im abgelaufenen Quartal setzten dem Hersteller von Kopierern und Druckern zu. Ein Minus von 1,96 Prozent verbuchten die Aktien von Halliburton. Der Öldienstleister hatte am Freitag einen Umsatzeinbruch im ersten Quartal gemeldet und wegen der Übernahme des kleineren Konkurrenten Baker Hughes seinen Ergebnisbericht auf den 3. Mai verschoben.

Im Handelsverlauf rückte zudem die Medienbranche in den Blick: Charter Communications darf nach den Worten des Vorsitzenden der US-Kartellbehörde FCC seinen größeren Rivalen Time Warner Cable (TWC) unter Auflagen übernehmen. Nun müssen noch die anderen Mitglieder des höchsten FCC-Gremiums der Vereinbarung zustimmen. Charter ist der viertgrößte Kabelfernsehanbieter in den USA, während Time Warner Cable die Nummer zwei ist. Die Charter-Aktien sprangen mit plus 4,60 Prozent an die Spitze des Nasdaq-Auswahlindex. TWC gewannen 4,06 Prozent.

Ein Euro kostete zum Handelsschluss an der Wall Street 1,1262 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1264 (Freitag: 1,1263) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8878 (0,8879) Euro. Am US-Rentenmarkt verloren zehnjährige Staatsanleihen 3/32 Punkte auf 97 17/32 Punkte und rentierten mit 1,90 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 880 Millionen Aktien den Besitzer. 993 Werte legten zu, 2021 gaben nach und 131 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,56 Milliarden Aktien 1041 im Plus, 1777 im Minus und 160 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 3/32 auf 97-17/32. Sie rentierten mit 1,902 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 14/32 auf 95-15/32 nach und hatten eine Rendite von 2,724 Prozent.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×