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13.12.2011

19:42 Uhr

Börse New York

Ölpreis beschert US-Börsen leichte Gewinne

Ein Anstieg des Ölpreises beschert US-Börsen leichte Gewinne. Ansonsten halten sich die Anleger vor der Fed-Sitzung zurück. Die US-Notenbank dürfte ihr Pulver vorerst trocken halten.

Eingang zur New Yorker Boerse "New York Stock Exchange" (NYSE): Der Markt kommt noch nicht zur Ruhe. dapd

Eingang zur New Yorker Boerse "New York Stock Exchange" (NYSE): Der Markt kommt noch nicht zur Ruhe.

New YorkEin Anstieg des Ölpreises hat am Dienstag die Wall Street leicht ins Plus gehoben. Zu den Gewinnern zählten Anleger von Energie-Konzernen. Wegen der europäischen Schuldenkrise und der Fed-Sitzung am Abend blieben die meisten Investoren aber zurückhaltend, weshalb der Handel dünn ausfiel.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte bis zum frühen Nachmittag um 0,6 Prozent auf 12.098 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500 stieg 0,5 Prozent auf 1.242 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,1 Prozent auf 2.615 Punkte. Der S&P-Index für Energietitel legte um gut ein Prozent auf rund 517 Punkte zu, nachdem der Ölpreis über die Marke von 100 Dollar geklettert war. In Frankfurt schloss der Dax 0,2 Prozent schwächer bei 5.774 Zählern.

Die US-Notenbank Fed wird angesichts positiver Konjunktursignale ihr Pulver voraussichtlich trocken halten. Die Geldpolitiker um Fed-Chef Ben Bernanke dürften keine neuen Programme zum Ankurbeln der Wirtschaft aus dem Hut zaubern. Gespannt warten Experten jedoch darauf, ob die Federal Reserve endlich mehr Einblick in ihre Strategie gewähren wird. Sie hat zwar angekündigt, den historisch niedrigen Schlüsselzins von null bis 0,25 Prozent bis Mitte 2013 nicht anzutasten. Möglicherweise wird sie die Märkte aber schon bald zusätzlich mit regelmäßigen Leitzins-Projektionen behutsam auf die Zeit danach vorbereiten. Die Mitteilung der Fed wurde für 20.15 Uhr (MEZ) erwartet.

Zudem mussten die US-Einzelhändler zum Auftakt des Weihnachtsgeschäfts einen kleinen Dämpfer hinnehmen: Sie nahmen im November zwar 0,2 Prozent mehr ein als im Vormonat. Von Reuters befragte Analysten hatten allerdings mit einem Plus von 0,6 Prozent gerechnet. Im Oktober waren die Erlöse noch um 0,6 Prozent gestiegen. Die Einzelhandelsdaten gelten als wichtiger Indikator für die Konjunkturentwicklung in den USA, da deren Wirtschaftsleistung zu mehr als zwei Dritteln vom privaten Konsum abhängt.

Zu den Gewinnern zählten neben Aktien der Ölmultis auch die Dividendenpapiere von Dupont mit einem Aufschlag von 0,8 Prozent. Der Chemieriese stellt einen höheren Gewinn für das kommende Jahr in Aussicht. Der Aktienkurs des Flugzeugbauers Boeing legte rund ein Prozent zu. Der Airbus-Konkurrent hatte bei der texanischen Fluggesellschaft Southwest den größten Lieferauftrag seiner Firmengeschichte gelandet: Die Bestellung umfasst 208 Maschinen der 737-Familie im Wert von 19 Milliarden Dollar.

Die Aktien des Elektronikhändlers Best Buy stürzten dagegen um rund zwölf Prozent ab, nachdem der Konzern einen Gewinneinbruch bekannt gegeben hatte.

Von

rtr

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