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14.01.2016

04:23 Uhr

Börse New York

Ölpreis drückt US-Börsen ins Minus

Nach anfänglichen Kursgewinnen ist die Wall Street am Mittwoch ins Minus gedreht. Schuld sind die Öl-Lagerbestände in den USA. Turbulenzen an den Märkten machen die Anleger nervös.

Der Ölpreisverfall signalisiert nach Einschätzung von Börsianern auch eine schwächelnde Konjunktur. AFP

Nervöse Anleger

Der Ölpreisverfall signalisiert nach Einschätzung von Börsianern auch eine schwächelnde Konjunktur.

New YorkDie Turbulenzen an den Ölmärkten haben am Mittwoch auch die US-Aktienanleger wieder eingeholt. Nach anfänglichen Kursgewinnen drehte die Wall Street deutlich ins Minus. Auslöser war der Wochenbericht des US-Energieministeriums, der weiter hohe Öl-Lagerbestände in den USA zeigte und damit die Ölpreise wieder unter Druck setzte.

Besonders nervös machten die hohen Schwankungen, sagten Händler. Aktienhändler sprachen von einem Ausverkauf an den New Yorker Börsen, der sich im späten Geschäft beschleunigte. „Angesichts des Verfalls der Ölpreise und der Konjunkturschwäche im Ausland besteht die Sorge, dass die US-Wirtschaft in eine Rezession fällt“, sagte Tim Ghriskey vom Vermögensverwalter Solaris Asset Management.

Der Dow-Jones-Index mit den Standardwerten schloss 2,2 Prozent tiefer auf 16.151 Stellen. Der breiter aufgestellte S&P 500 gab 2,5 Prozent auf 1890 Punkte nach und fiel damit erstmals seit Ende September unter die Marke von 1900 Punkten. Der Nasdaq-Index brach 3,4 Prozent auf 4526 Zähler ein.

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Unter den Einzelwerten stand GM im Fokus. Der Opel-Mutterkonzern schraubte seine Gewinnprognose hoch und kündigte eine Ausweitung seines Aktienrückkaufprogramms an. Die GM-Aktien stiegen zeitweise um 5,3 Prozent. Am Ende stand noch ein Plus von 0,6 Prozent.

Lange Gesichter gab es dagegen beim Rivalen Ford. Der Autobauer plant zwar eine Sonderausschüttung, enttäuschte die Anleger aber mit seinem Ausblick. Die Titel verloren rund fünf Prozent. Zu den größten Verlierern zählten die Anteilsscheine des Online-Händlers Amazon mit einem Minus von fast sechs Prozent.

Bankenwerte gerieten auch unter Druck: Die Papiere von Goldman Sachs rutschten um 4,06 Prozent ab. In einer Studie zu den weltweiten Investmentbanken senkte Analyst Andrew Lim von der französischen Großbank Societe Generale sein Kursziel für die Aktien und bekräftigte seine Verkaufsempfehlung. Er warnte für die Branche zudem vor steigenden Risiken im Geschäft mit Anleihen, Devisen und Rohstoffen.

In Frankfurt schloss der Dax mit fast 9961 Punkten 0,3 Prozent niedriger, der EuroStoxx50 ging nahezu unverändert aus dem Handel. „Die jüngste Erholungsbewegung wird damit postwendend für Gewinnmitnahmen genutzt. Ein Zeichen für die weiterhin große Skepsis an den Aktienmärkten“, fasste IG-Marktes-Analyst Gregor Kuhn zusammen.

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Die Kursgewinne des Vormittags sind futsch – der Dax rutscht erneut unter die 10.000-Punkte-Marke. Zwar legen die Energiekonzerne zu. Das reicht aber nicht mehr, um die Verluste der Autobauer wettzumachen.

Am Vormittag hatte die Erleichterung über chinesische Handelsdaten den Dax noch um bis zu 1,8 Prozent auf 10.164 Punkte geschoben. Die Ausfuhren des Exportweltmeisters China waren im Dezember weniger stark gefallen als befürchtet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,18 Milliarden Aktien den Besitzer. 360 Werte legten zu, 2749 gaben nach und 79 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,45 Milliarden Aktien 389 im Plus, 2469 im Minus und 119 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 9/32 auf 101-19/32. Die Rendite sank auf 2,0682 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 23/32 auf 103-2/32 und rentierte mit 2,8461 Prozent. Händler erklärten die Aufschläge mit einer starken Nachfrage nach zehnjährigen Staatspapieren bei der Auktion im Volumen von 21 Milliarden Dollar.

Von

rtr

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