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15.12.2014

23:42 Uhr

Börse New York

Ölpreis schickt Wall Street weiter auf Talfahrt

Auch die Wall Street leidet weiter unter dem Ölpreis, wenn auch nicht ganz so dramatisch wie die europäischen Märkte. US-Anleger griffen zum Wochenstart bei Technologie- und Energie-Aktien zu.

Eine Apple-Filiale in Sydney. Die Apple-Aktie gehört zu den begehrten Werten des Tages. Reuters

Eine Apple-Filiale in Sydney. Die Apple-Aktie gehört zu den begehrten Werten des Tages.

New YorkDer Verfall der Ölpreise hat am Montag die New Yorker Aktienmärkte ins Minus gedrückt. Die Verluste fielen jedoch geringer als an den europäischen Börsen aus. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent stand zeitweise nur noch knapp über der Marke von 60 Dollar. Papiere der großen Energiekonzerne standen in den USA dennoch nicht durchweg auf den Verkaufszetteln. So griffen Schnäppchenjäger bei ExxonMobil zu, die sich um 0,3 Prozent verteuerten. Chevron lagen dagegen um 1,5 Prozent im Minus.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit einem Minus von 0,6 Prozent auf 17.180 Punkte aus dem Handel. Er pendelte zwischen den Marken von 17.115 und 17.403. Der breiter gefasste S&P 500 verlor nach seinen Verlusten der vergangenen Woche erneut 0,6 Prozent, durchbrach die 2000-Punkte-Marke nach unten und ging mit 1989 Zählern aus dem Handel. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab ein Prozent auf 4605 Stellen nach. Der Dax verlor zum Handelsschluss 2,7 Prozent auf 9334 Punkte. Der EuroStoxx50 sank um 2,8 Prozent.

Börsianer fürchten Abwärtsspirale

Die Aktie der US-Tiermarktkette PetSmart wurde über vier Prozent höher gehandelt. Der auf Haustierbedarf spezialisierte Händler wechselt für 8,7 Milliarden Dollar in die Hände von Finanzinvestoren.

Öl der Sorte Brent fiel um mehr als zwei Prozent auf 60,52 Dollar. "Der sinkende Ölpreis kommt an den Aktienmärkten schlecht an, weil er das Risiko einer Deflation erhöht", erklärte ein Fondsmanager. Börsianer fürchten eine Abwärtsspirale aus fallenden Preisen, sinkendem Konsum und nachlassenden Investitionen der Unternehmen. "Der niedrige Ölpreis wird von vielen Investoren mittlerweile eher als Hinweis gesehen, dass die Weltwirtschaft schwächelt, da helfen auch überraschend starke Daten zur US-Industrieproduktion nicht", sagte NordLB-Stratege Tobias Basse.

Aktienarten

Inhaberaktie

Ein Eigentümerwechsel ist jederzeit möglich.

Namensaktie

Die Besitzer sind in ein Aktionärsregister eingetragen.

Stammaktie

Der Aktionär hat alle gesetzlichen Mitspracherechte.

Vorzugsaktie

Der Aktionär erhält eine höhere Dividende, verzichtet aber auf Mitspracherechte.

Stückaktie

Der Aktionär ist mit einem prozentualen Beitrag am Grundkapital beteiligt.

Nennwertaktie

Der Aktionär ist mit einem bestimmten Euro-Betrag (mindestens ein Euro) am Grundkapital beteiligt.

Quelle

„Aktien für Dummies“, Autoren: Christine Bortenlänger und Ulrich Kirstein. ISBN: 978-3-527-71018-8

Zudem rückte die Geldpolitik der Fed nach guten Daten zur US-Industrieproduktion erneut in den Fokus. Zusammen mit den jüngsten Daten aus dem Einzelhandel ergebe sich ein positives Bild der US-Wirtschaft, schrieb Paul Dales vom Analysehaus Capital Economics in einer Studie. Das könnte mit Blick auf die Fed-Sitzung in dieser Woche den Ton angeben. Anleger sorgen sich Börsianern zufolge nun, dass die Fed an diesem Mittwoch eine unerwartet rasche Leitzinswende signalisieren könnte - gilt doch die Billiggeld-Politik als einer der wichtigsten Kurstreiber der vergangenen Jahre.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 980 Millionen Aktien den Besitzer. 749 Werte legten zu, 2354 gaben nach, und 111 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,14 Milliarden Aktien 790 im Plus, 1962 im Minus und 115 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gab es ein gemischtes Bild: Die zehnjährigen Staatsanleihen gaben um 4/32 auf 101-5/32 nach und rentierten mit 2,12 Prozent. Die 30-jährigen Papiere legten dagegen um 5/32 auf 105-3/32 zu. Sie hatten eine Rendite von 2,75 Prozent.

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