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12.12.2014

23:29 Uhr

Börse New York

Ölpreis und China-Daten sorgen für schlechte Stimmung

Die US-Börsen setzen ihren Abwärtstrend fort, die Wall Street verabschiedete sich mit einem Minus ins Wochenende. Vor allem der Ölpreis-Absturz fordert seinen Tribut - für Ernüchterung sorgten auch Daten aus China.

Händler im Handelssaal der Wall Street: Die US-Börsen verloren auf Wochensicht knapp zwei Prozent. AFP

Händler im Handelssaal der Wall Street: Die US-Börsen verloren auf Wochensicht knapp zwei Prozent.

New YorkDie rasant fallenden Ölpreise haben die Aktienanleger an den New Yorker Börsen am Freitag in Unruhe versetzt. "Wir kommen jetzt an einen Punkt, an dem das Risiko von Staats- und Unternehmenspleiten steigt", warnte Christophe Donay, Chef-Anlagestratege des Vermögensverwalters Pictet. Wegen eines weltweiten Überangebots bei gleichzeitig schwächelnder Nachfrage ist der Ölpreis seit dem Sommer um mehr als 40 Prozent gefallen.

Der Rutsch der US-Ölsorte WTI unter die psychologisch wichtige Marke von 60 US-Dollar habe weitere Unsicherheit in die weltweiten Kapitalmärkte gebracht, sagte Marktanalyst Craig Erlam vom Broker Alpari UK. Für Ernüchterung sorgten auch Daten aus China: Dort wuchs die Industrie im November langsamer.

Der Dow-Jones-Index mit den 30 Standardwerten schloss 1,8 Prozent tiefer auf 17.280 Punkten. Er hat seine Kursgewinne seit Anfang November in dieser Woche aufgezehrt. Seit Montag fiel der weltweite Leitindex um 3,78 Prozent von seinem Rekordhoch am vergangenen Freitag zurück. Das ist die schlechteste Wochenbilanz seit mehr als drei Jahren.

Beim S&P 500 ging es um 1,6 Prozent abwärts auf 2002 Zähler, damit verzeichnete der Wert den stärksten wöchentlichen Rückgang seit Mai 2012. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab um 1,2 Prozent auf 4653 Stellen nach. Im Wochenvergleich fiel der D,ow 3,7 Prozent, der S&P 3,5 Prozent und der Nasdaq 2,7 Prozent.

Der Preis für ein Barrel (Fass zu 159 Liter) der richtungsweisenden Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee kostete am Freitagabend mit 61,55 Dollar so wenig wie zuletzt im Juli 2009. Dies setzte den Währungen der Förderländer zu. Die norwegische Krone markierte zum Dollar ein Elf-Jahres-Tief. Der kanadische Dollar war so billig wie seit Sommer 2009 nicht mehr.

Der russische Rubel fiel sogar auf ein Rekordtief, obwohl die heimische Zentralbank am Donnerstag den Schlüsselzins um einen vollen Prozentpunkt auf 10,5 Prozent angehoben hatte. Das sei zu wenig und komme zu spät, urteilten die Analysten der Commerzbank. Händler gingen davon aus, dass die Zentralbank nun mit einer neuen Runde von Stützungskäufen in den Markt eingreift. Der Leitindex RTS der Moskauer Aktienbörse fiel zeitweise auf ein Fünfeinhalb-Jahres-Tief von 784,53 Punkten.

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