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09.12.2014

22:28 Uhr

Börse New York

Ölpreis und Konjunkturdaten belasten Wall Street

Der Ölpreis befindet sich seit Wochen im freien Fall und verunsichert die US-Börsen. Für Belastung sorgen auch schwache Konjunkturdaten aus Fernost. Der Chef-Wechsel beflügelt unterdessen den Modekonzern Abercrombie.

Ein schwacher Dow Jones bereitet den US-Händlern Kopfzerbrechen. ap

Ein schwacher Dow Jones bereitet den US-Händlern Kopfzerbrechen.

New YorkDie Turbulenzen am Ölmarkt sowie die Furcht vor einer Konjunkturdelle in China haben am Dienstag die Wall Street belastet. Öl der Sorte Brent kostete zeitweise mit 65,19 Dollar pro Fass (159 Liter) so wenig wie seit fünf Jahren nicht mehr. Schon zum Wochenbeginn hatten die US-Börsen wegen mauer Konjunkturdaten aus China und Japan nachgegeben.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent tiefer auf 17.801 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 trat bei 2059 Punkten auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte dagegen getrieben von Kursgewinnen bei Schwergewicht Apple 0,5 Prozent auf 4766 Stellen zu.

Bei den Einzelwerten brachen Conn's um fast 41 Prozent ein. Der Elektronik- und Hausgeräte-Händler hat seine Gewinnprognose kassiert, Firmenchef Brian Taylor trat zurück.

Beim zuletzt gebeutelten Modekonzern Abercrombie & Fitch sorgte der Rücktritt von Firmenchef Michael Jeffries indes für einen Kursanstieg von rund acht Prozent.

Um mehr als 70 Prozent aufwärts ging es mit Papieren von bluebird bio. Das Unternehmen hatte von ermutigenden Studien-Ergebnissen bei einem Medikament zur Behandlung einer Blutkrankheit berichtet.

Papiere von Autozone stiegen um gut vier Prozent. Der zweitgrößte Autoteile-Händler der USA hatte im Quartal unerwartet viel verdient. Apple-Aktien verteuerten sich um 1,5 Prozent.

Schwache Handelsgeschäfte belasten die US-Banken Citigroup und Bank of America (BofA). Für das vierte Quartal erwarten sie niedrigere Einnahmen aus ihren Handelsaktivitäten. Citi-Aktien verloren ein Prozent, Bank of America 0,6 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 830 Millionen Aktien den Besitzer. 1879 Werte legten zu, 1231 gaben nach und 98 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,93 Milliarden Aktien 1873 im Plus, 860 im Minus und 131 unverändert.

Die US-Kreditmärkte setzten ihre Aufwärtsbewegung fort. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 9/32 auf 100-7/32. Die Rendite sank auf 2,225 Prozent. Der 30-jährige Bond stieg 15/32 auf 102-15/32 und rentierte mit 2,877 Prozent. Händler erklärten die Aufschläge mit der anhaltenden Flucht in die als sicher geltenden Staatspapiere.

In Frankfurt fiel der Dax um 2,2 Prozent auf 9793,71 Zähler. Der EuroStoxx50 büßte 2,6 Prozent auf 3162,77 Punkte ein.

Für Verunsicherung sorgte auch der Kurseinbruch an der Börse in Shanghai, wo der Leitindex mit einem Minus von über fünf Prozent schloss - der stärkte Tagesverlust seit 2009. Wie Reuters erfuhr, senkt China angesichts der mauen Weltkonjunktur wohl sein Wachstumsziel für 2015. Zudem erhöhte das staatliche chinesische Clearinghaus CSDC die Sicherheitsleistungen für kurzfristige Kredite.

Von

rtr

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