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25.02.2017

00:48 Uhr

Börse New York

Ölpreise belasten Wall Street

Börsianer erwarten ein Ende der Rekordjagd der US-Börsen. Zunächst haben sie jedenfalls recht – die Anleger sind vorsichtig, der Dow Jones startet im leichten Minus und schloss fast unverändert. Schuld sind auch sinkende Ölpreise.

Die Rekordjagd am US-Finanzplatz geht erst mal nicht weiter. AP

Wall Street

Die Rekordjagd am US-Finanzplatz geht erst mal nicht weiter.

New YorkAn den US-Börsen haben sich die Anleger am Freitag vorsichtig gezeigt. Sinkende Ölpreise drückten auf die Kurse. Zudem herrschte generell Zurückhaltung, weil die Wall Street bislang keine Klarheit über die Steuerpläne von Präsident Donald Trump hat. Daher warten Investoren auf Trumps Auftritt vor dem Kongress am Dienstag. Finanzminister Steven Mnuchin hatte am Donnerstag die Erwartungen gedämpft mit der Ankündigung, Auswirkungen der neuen Steuerpolitik auf das Wirtschaftswachstum würden erst ab 2018 spürbar.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss in New York 0,1 Prozent höher mit 20.766 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,1 Prozent auf 2367 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,2 Prozent auf 5845 Punkte.

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Im Fokus stand der Einzelhändler J.C. Penney, dessen Aktien um sechs Prozent einbrachen. Nach einem weiteren Umsatzrückgang will das Unternehmen zahlreiche Filialen schließen.

Die Titel des IT-Konzerns Hewlett Packard Enterprise stürzten mehr als sieben Prozent ein. Investoren reagierten verschreckt auf eine pessimistischere Gewinnprognose des Managements.

Zu den Verlierern zählte auch der chinesische Internet-Suchmaschinenriese Baidu, der fast fünf Prozent an Börsenwert einbüßte. Das Unternehmen gab erneut einen gesunkenen Quartalsumsatz bekannt.

Der Kurs von Digitalglobe gab 7,6 Prozent nach. Der Satellitenbilder-Anbieter wird für 2,4 Milliarden Dollar vom kanadischen Raumfahrttechnikkonzern MacDonald Dettwiler übernommen.

Die Börsen in Europa gaben ihre auf Wochensicht eingefahrenen Gewinne am Freitag fast komplett wieder ab. Aus Unsicherheit über die Wirtschaftspolitik in den USA und die anstehenden Wahlen in Europa schichteten Anleger ihr Geld aus Aktien in sichere Häfen wie Bundesanleihen und Gold um. "Anleger waren viel zu euphorisch. Die ganze geopolitische Situation hat sie gar nicht mehr interessiert. Daher ist es nun mehr als gesund, wenn Gewinne mitgenommen werden", sagte ein Aktienhändler.

Der Dax, der am Mittwoch erstmals seit zwei Jahren über die Marke von 12.000 Punkten geklettert war, verlor 1,2 Prozent auf 11.804 Punkte und notierte nur knapp über seinem Stand von Ende der vergangenen Woche. Der EuroStoxx50 rutschte um 0,9 Prozent auf 3304 Zähler ab.

Von

rtr

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