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28.12.2015

22:36 Uhr

Börse New York

Ölpreisrutsch drückt die Wall Street

Während die Disney-Aktien vom neuem Star-Wars-Film profitieren drückt der Preisverfall beim Öl auf die Aktienkurse von Energiekonzernen. Auch enttäuschende Konjunkturdaten aus China versauern Anlegern die Laune.

Aktienhändler auf dem Parkett der Wall Street. Nach einem trägen Handel und Verlusten bei Energiekonzernen durch den Ölpreis-Verfall schließt die Börse mit leichten Verlusten. AFP

Chinas Konjunkturdaten enttäuschen Wall Street

Aktienhändler auf dem Parkett der Wall Street. Nach einem trägen Handel und Verlusten bei Energiekonzernen durch den Ölpreis-Verfall schließt die Börse mit leichten Verlusten.

New YorkDer deutliche Preisrutsch beim Öl hat an der Wall Street am Montag für Verdruss gesorgt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer auf 17.528 Punkten. Der S&P-500 gab 0,2 Prozent auf 2056 Punkte nach. Der Nasdaq-Composite verringerte sich um 0,1 Prozent auf 5040 Zähler. Anleger sehen in dem seit Monaten anhaltenden Ölpreisverfall einen Beleg für eine schwächere Weltkonjunktur. Zusätzlich belastet wurde der Markt durch enttäuschende Konjunkturdaten aus China. Die Überschüsse chinesischer Industrieunternehmen fielen im November binnen Jahresfrist um 1,4 Prozent. Das ist das sechste Minus in Folge.

Öl der Nordsee-Sorte Brent verbilligte sich in der Spitze um 3,6 Prozent auf 36,52 Dollar - in der vergangenen Woche hatte Brent mit knapp 36 Dollar so wenig wie zuletzt im Sommer 2004 gekostet. Das US-Öl WTI gab am Montag zeitweise 3,7 Prozent auf 36,71 Dollar je Fass nach. Wegen des weltweiten Überangebots hat sich der Ölpreis seit Mitte 2014 mehr als halbiert. Mit zu den größten Verlierern an der Wall Street zählten die Aktien der Energie-Konzerne Exxon Mobil und Chevron mit einem Abschlag von knapp einem beziehungsweise fast zwei Prozent.

Zu den größten Verlierern zählten die Anteilsscheine von Valeant mit einem Kursabschlag von mehr als zehn Prozent. Der kanadische Pharmakonzern hatte zuvor mitgeteilt, dass sich sein Chef Michael Pearson wegen einer schweren Lungenentzündung einer medizinischen Behandlung im Krankenhaus unterziehen müsse.

Gefragt waren dagegen die Aktien von Disney mit einem Aufschlag von mehr als einem Prozent. Der neue "Star Wars"-Film des Unterhaltungskonzerns spielte in den ersten zehn Tagen weltweit bereits knapp eine Milliarde Dollar ein.

In Frankfurt verlor der Dax 0,7 Prozent auf 10.653 Zähler, der EuroStoxx50 gab 0,9 Prozent nach. "Die Angst vor einem unkontrollierten Ausverkauf beim Öl sorgt für depressive Stimmung", sagte Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC Markets.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 610 Millionen Aktien den Besitzer. 1175 Werte legten zu, 1922 gaben nach und 107 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,3 Milliarden Aktien 1011 im Plus, 1850 im Minus und 125 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten bei dünnen Umsätzen zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 4/32 auf 100-6/32. Die Rendite sank auf 2,229 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 13/32 auf 101-4/32 und rentierte mit 2,944 Prozent. Händler erklärten die Aufschläge mit einer soliden Auktion von zweijährigen Staatspapieren und dem Rückgang der Ölpreise.

Von

rtr

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