Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.12.2015

23:41 Uhr

Börse New York

Ölpreisverfall belastet den Dow Jones

Anleger in den USA sind wegen des Ölpreisverfalls verunsichert. Auch das Zinsgespenst macht sie nervös. Der Dow Jones schloss deutlich im Minus. Dabei spielten auch Nachrichten aus der Chemiebranche eine Rolle.

Anleger in New York blicken mit großer Unsicherheit in die Zukunft. AFP

Wall Street

Anleger in New York blicken mit großer Unsicherheit in die Zukunft.

New YorkDer Kursrutsch beim Öl und beim chinesischen Yuan hat die Aktienmärkte in Europa und in den USA belastet. Die Verunsicherung über die Entwicklung der Weltwirtschaft sei vor der Sitzung der US-Notenbank Fed in der kommenden Woche weiter gewachsen, sagten Händler. Die seit langem angekündigte Zinswende gilt zwar als so gut wie sicher, die Anleger sind aber wegen möglicher Folgen für die Konjunktur und Unklarheit über die weitere Zinspolitik nervös.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 1,8 Prozent auf 17.265 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor knapp zwei Prozent auf 2012 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging mit minus 2,2 Prozent bei 4933 Stellen aus dem Handel. Auf Wochensicht ging es für den Dow 3,3, den S&P 3,8 und die Nasdaq um 4,1 Prozent nach unten. Der Dax in Frankfurt ging 2,4 Prozent schwächer aus dem Handel bei 10340,06 Punkten. Der EuroStoxx50 gab 1,9 Prozent auf 3203,21 Zähler nach.

Anleger fürchten, dass die Weltwirtschaft vor allem durch eine Wachstumsdelle in China aus dem Tritt geraten könnte. Auch bei der chinesischen Landeswährung ging es weiter bergab: Der Dollar war zum Yuan so teuer wie zuletzt vor viereinhalb Jahren. Schon im August hatte eine deutliche Abwertung des Yuan die Börsen weltweit in Aufruhr versetzt.

Top-Banker Takehiko Nakao: „Die Schwankungen könnten heftiger werden“

Top-Banker Takehiko Nakao

Premium „Die Schwankungen könnten heftiger werden“

Der Präsident der Asiatischen Entwicklungsbank warnt vor den Folgen der Zinswende in den USA für die Schwellenländer. Im Interview spricht er zudem über die Gefahren für die Weltwirtschaft und neue Konkurrenten in Asien.

Für zusätzliche Nervosität am Aktienmarkt sorgte die anstehende Sitzung der Fed. "Es wird spannend sein zu sehen, ob die US-Notenbank in diese Marktschwäche hinein in der kommenden Woche die erste Zinsanhebung seit fast zehn Jahren durchführen möchte oder ob sie die Entscheidung doch noch in letzter Minute vertagt," schreibt Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC Markets.

Aller Voraussicht nach wird sich die Fed am nächsten Mittwoch mit einer kleinen Zinsanhebung von ihrer jahrelangen Nullzinspolitik verabschieden. Höhere Zinsen würden aber die Attraktivität von Aktien gegenüber festverzinslichen Wertpapieren schmälern. Insofern war an der Wall Street vor dem Wochenende deutliche Zurückhaltung Trumpf.

Derweil hellte sich das Verbrauchervertrauen laut einer Erhebung der Universität Michigan weniger auf als erwartet. Zudem waren die Umsätze des Einzelhandels im November mit 0,2 Prozent etwas schwächer gestiegen als erwartet. Diese und andere aktuelle Wirtschaftsdaten aber haben Volkswirten zufolge wohl keine Auswirkungen auf die Leitzinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch. Eine Erhöhung gelte als sicher, das Tempo für weitere Schritte dürfte aber moderat bleiben, vermuteten sie.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×