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13.08.2013

20:06 Uhr

Börse New York

Optimismus an der Wall Street

Die Regierungsklage gegen die Fusion von American Airlines und US Airways schwächte die Luftfahrtaktien. Trotzdem verzeichneten die US-Börsen am Dienstag ein Plus: Äußerungen zu Fed-Anleihekäufen sorgte für gute Laune.

Positiver Ausblick: Händler an der Wall Street. ap

Positiver Ausblick: Händler an der Wall Street.

New YorkDie Hoffnung auf anhaltende Konjunkturstützen der US-Notenbank (Fed) hat der Wall Street am Dienstag Auftrieb gegeben. Anlass waren Äußerungen des Präsidenten der Fed von Atlanta, Dennis Lockhart. Nach seinen Worten sind die Daten zur Lage der US-Wirtschaft zu durchwachsen, um einen konkreten Plan zur Reduzierung oder gar den Stopp des Fed-Anleihekaufprogramms vorzulegen. Für Druck auf die Kurse von Fluggesellschafts-Aktien sorgte eine Klage der US-Regierung gegen die Großfusion von American Airlines und US Airways.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent im Plus bei 15.451 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 kletterte 0,28 Prozent auf 1694 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg 0,39 Prozent auf 3684 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 0,7 Prozent im Plus bei 8415,76 Punkten. Unternehmen wie E.ON oder Leoni überzeugten Anleger mit ihrem Zahlenwerk. Gestützt wurden die europäischen Märkte auch von einem überraschend starken ZEW-Index.

Wie der Wall Street Handel lief

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An den US-Börsen standen Luftfahrtaktien im Mittelpunkt. Die US-Regierung reichte eine Klage gegen den elf Milliarden Dollar schweren Zusammenschluss der American-Airlines-Mutter AMR mit US Airways ein. Die Fusion reduziere die Zahl der heimischen Luftfahrtgesellschaften und führe zu Preiserhöhungen für die Verbraucher, begründete das Justizministerium den Schritt. Aktien von US Airways stürzten gut 13 Prozent ab. Delta Air Lines rutschten sieben Prozent ab.

Apple-Aktien gewannen 4,7 Prozent. Großinvestor Carl Icahn teilte mit, einen "großen Anteil" an Apple erworben zu haben. Er halte das Unternehmen für extrem unterbewertet und wolle für weitere Bargeld-Ausschüttungen an die Aktionäre kämpfen, erklärte der Milliardär.

Ebenfalls im Fokus standen Anteilscheine von J.C. Penney. Nach der Bekanntgabe von Personalentscheidungen notierte das Papier des kriselnden Einzelhändlers kurzzeitig im Plus. Das Unternehmen hatte den Rückzug des Hedgefondsmanagers William Ackman aus dem Verwaltungsrat bekanntgegeben sowie die Einsetzung von zwei neuen Verwaltungsräten in Aussicht gestellt.

Ackman hatte das Management stark unter Druck gesetzt und zuletzt eine Absetzung des Konzernchefs gefordert. Später nahm die Aktie ihre Talfahrt wieder auf und wurde 3,7 Prozent niedriger gehandelt.

Die Umsätze im US-Einzelhandel stiegen im Juli etwas weniger stark als von Volkswirten vorausgesagt. Ein deutliches Plus ergab sich allerdings, wenn man Autos, Sprit und Baumaterialien ausklammert. Import- wie Exportpreise blieben im Juli ebenfalls unter den Erwartungen. "Die Daten stützen die Einschätzung, dass die Wirtschaft sich verbessert, allerdings ist das Wachstum weiterhin geringer als wir es gerne hätten", sagte Investmentstratege James Dunigan von PNC Wealth Management.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 620 Millionen Aktien den Besitzer. 1226 Werte legten zu, 1792 gaben nach und 91 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,63 Milliarden Aktien 1251 im Plus, 1273 im Minus und 88 unverändert.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

13.08.2013, 16:27 Uhr

und kaum ist der Bericht getippt, ist er auch schon wieder obsolet :-)

CASINO

13.08.2013, 22:31 Uhr

Ich frage mich, ob all diese FED-Halunken nicht von Super-Anlegern an der Wall Street bezahlt werden, damit sie durch ihre dummen Bemerkungen die Kurse zum Steigen bringen.

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