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24.06.2014

23:24 Uhr

Börse New York

Politische Unsicherheiten belasten die Wall Street

Die Börsen in New York haben am Dienstag im Minus geschlossen. Nach der Rekordjagd der vergangenen Woche fehlt den Börsen derzeit der Schwung. Viele Anleger schauen besorgt in Richtung Irak und Ukraine.

Auf dem New Yorker Handelsparkett warten Händler auf neue Impulse für die Aktienmärkte. ap

Auf dem New Yorker Handelsparkett warten Händler auf neue Impulse für die Aktienmärkte.

New YorkDie US-Börsen haben am Dienstag trotz guter Konjunkturdaten nachgegeben. Das Verbrauchervertrauen fiel für Juni etwas besser als erwartet aus und der Eigenheimabsatz stieg im Mai stärker als prognostiziert.

Allerdings belasten politische Unsicherheiten die New Yorker Börsen. Vor allem die Entwicklung im Irak habe die Aktienmärkte gebremst, sagten Börsianer wie Analyst Joshua Mahony vom Broker Alpari UK. US-Außenminister John Kerry setzt sich nach dem Vormarsch der extremistischen Isis-Milizen derzeit im Irak für den Zusammenhalt des Landes ein. Zudem hat der Friedensprozess in der Ukraine durch den Abschuss eines Militärhubschraubers einen schweren Rückschlag erlitten.

Bereits am Montag hatte die Wall Street nach der Rekordjagd in der vergangenen Woche eine Verschnaufpause eingelegt. Händler sagten, dass sich die Investoren kurz vor Ende des zweiten Quartals vorsichtig verhielten. Einige Anleger nahmen auch Gewinne mit.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,7 Prozent tiefer auf 16.818 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sank 0,6 Prozent auf 1949 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,4 Prozent auf 4350 Punkte. Dagegen hatten Dax und EuroStoxx50 leichte Gewinne verbucht: Der deutsche Leitindex schloss mit 9938,08 Zählern 0,2 Prozent höher. Auch der EuroStoxx legte 0,1 Prozent zu.

Auf Unternehmensseite standen die Aktien der größten Drogeriemarktkette der USA im Fokus. Sie fielen um 1,7 Prozent. Walgreen verdiente im dritten Geschäftsquartal weniger als erwartet und zog ihre Prognose für 2016 zurück.

Die von Abbott Laboratories angepeilte Übernahme in Russland interessierte dagegen trotz drohender Wirtschaftssanktionen gegen das osteuropäische Land kaum. Die Papiere des US-Gesundheitskonzerns gaben 0,7 Prozent nach. Gefragt waren Micron Technology. Die Aktien des Speicherchipherstellers verteuerten sich nach einem unerwartet positiven Ausblick um fast vier Prozent.

Zu den Verlierern zählten dagegen die Anteilsscheine von Elizabeth Arden mit einem Minus von rund drei Prozent. Der Kosmetikkonzern will sich von wenig rentablen Geschäftsbereichen und Marken trennen, um die Gewinnmargen zu verbessern. Investoren hatten dagegen auf einen Kauf des gesamten Unternehmens gehofft.

Abgestraft wurde auch der Börsenbetreiber IntercontinentalExchange. Wells Fargo hatte die Anteilsscheine des Unternehmens zuvor herabgestuft. Die Aktie ließ gut vier Prozent Federn.

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 650 Millionen Aktien den Besitzer. 1130 Werte legten zu, 1920 gaben nach und 139 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,96 Milliarden Aktien 766 im Plus, 1863 im Minus und 146 unverändert.

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