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03.09.2014

22:54 Uhr

Börse New York

Putin-Äußerungen treiben US-Börsen

In New York steigen die Kurse wieder leicht an – der Ukraine sei Dank. Dort gibt es über den Tag hinweg leichte Anzeichen auf eine Lösung des Konflikts. Apple-Aktien verloren aber mehr als vier Prozent

Händler in New York freuen sich: Der Ukraine-Konflikt steht kurz vor der Lösung. AFP

Händler in New York freuen sich: Der Ukraine-Konflikt steht kurz vor der Lösung.

New YorkDie US-Börsen haben am Mittwoch überwiegend schwächer geschlossen. Apple -Aktien verloren mehr als vier Prozent angesichts möglicher Sicherheitsmängel beim iCloud-Dienst des Smartphone- und Tablet-Herstellers. Das zog den Nasdaq-Index der Technologie-Werte ins Minus. Die Aussicht auf eine Waffenruhe im Ukraine-Konflikt gab Standardwerten etwas Unterstützung. Der Konjunkturbericht der US-Notenbank Fed, in dem sie von einer weitgehend unveränderten Lage sprach, hatte kaum Auswirkungen auf die Kurse.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,06 Prozent fester mit 17.078 Punkten. Im Verlauf war er zwischen 17.060 und 17.151 Stellen gependelt. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,1 Prozent auf 2000 Zähler. Die Nasdaq gab 0,6 Prozent auf 4572 Stellen nach. Der Deutsche Aktienindex hatte 1,3 Prozent fester mit 9626 Punkten geschlossen.

Für positive Signale in der Ukraine-Krise sorgte Russlands Präsident Wladimir Putin. Er erklärte, er halte eine Vereinbarung zwischen der Ukraine und den Separatisten im Osten des Landes noch in dieser Woche für möglich. [ID:nL5N0R43IA}

Apple-Aktien verloren 4,2 Prozent. Auslöser waren Zweifel von Kunden an der Sicherheit von Nutzer-Daten vor dem Hintergrund des jüngst bekanntgewordenen Diebstahls von Promi-Nacktfotos. Apple wies eine Mitschuld zurück. Der Konzern erklärte, in keinem der untersuchten Fälle seien Hacker an die Fotos gekommen, indem sie direkt Apple-Systeme wie den Datenspeicher iCloud oder die Telefonsuchfunktion geknackt hätten.

Die Aktien von Home Depot verloren 2,4 Prozent. Die US-Baumarktkette hatte erklärt, es habe möglicherweise einen Hackerangriff auf Kundendaten gegeben.

Um 0,4 Prozent aufwärts ging es dagegen mit Papieren von Boeing. Die US-Industrie hatte im Juli stark zugelegt, vor allem dank zahlreicher Flugzeug-Bestellungen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 620 Millionen Aktien den Besitzer. 1391 Werte legten zu, 1657 gaben nach und 139 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,89 Milliarden Aktien 986 im Plus, 1738 im Minus und 102 unverändert.

Die Renditen für US-Staatsanleihen gaben im späten Geschäft nach. Händler sagten, es habe im Tagesverlauf mehr und mehr Zweifel gegeben, ob Putins Ukraine-Vorstoß tatsächlich Frieden bringen werde. Die zehnjährigen Anleihen steigen um 5/32 auf 99-24/32. Sie rentierten mit 2,402 Prozent. Im Verlauf hatte die Rendite bei 2,42 Prozent gelegen. Die 30-jährigen kletterten um 18/32 auf 99-20/32 und hatten eine Rendite von 3,144 Prozent, nach zeitweise 3,21 Prozent.

Von

rtr

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