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22.12.2014

23:29 Uhr

Börse New York

Ruhiger Weihnachtseinkauf an der Wall Street

US-Anleger haben kurz vor Weihnachten besseres zu tun als zu handeln. Die Umsätze sind dünn, die Bewegungen in den Indizes kaum aussagekräftig. Für zweistellige Kurssprünge sorgt allerdings eine Casino-Fusion.

Händler an der New Yorker Börse. Die Ceasars-Fusion sorgt für Furore an der Wall Street. AFP

Händler an der New Yorker Börse. Die Ceasars-Fusion sorgt für Furore an der Wall Street.

New YorkKurz vor Weihnachten sind einige Anleger an den New Yorker Aktienmärkten am Montag auf Einkaufstour gegangen. Börsianer sprachen allerdings von einem ruhigen Handelstag. „Die Umsätze sind ziemlich niedrig, von der Unternehmens- und Konjunkturseite gibt es kaum spannende Nachrichten“, sagte Portfoliomanager Stefan de Schutter von Alpha Wertpapierhandel. Viele Investoren hätten sich bereits in den Urlaub verabschiedet.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,9 Prozent höher aus dem Handel auf 17.959 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 legte 0,4 Prozent auf 2078 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte 0,3 Prozent auf 4781 Stellen. An den US-Aktienbörsen findet an Heiligabend (Mittwoch) nur ein verkürzter Handel statt. Am ersten Weihnachtsfeiertag (Donnerstag) bleiben sie geschlossen.

In Frankfurt schloss der Dax 0,8 Prozent höher auf 9865,76 Punkten. Der EuroStoxx50 gewann 0,4 Prozent auf 3154,91 Zähler. Damit lagen beide Indizes knapp über ihrem Niveau von Ende 2013.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Aktionäre sind in Weihnachtsstimmung

Wie der Wall-Street-Handel lief: Aktionäre sind in Weihnachtsstimmung

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Mit Spannung blickten Anleger erneut auf den Ölmarkt. Dort hielten sich die Preise nicht lange im Plus. Am Abend lag die richtungsweisende Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee 2,3 Prozent im Minus auf 59,97 Dollar je Barrel. WTI notierte 3,2 Prozent niedriger bei 55,31 Dollar. Händler erklärten den neuerlichen Preisrutsch mit Aussagen von Saudi-Arabiens Ölminister Ali Al-Naimi, wonach die meisten Exportländer die Fördermengen offenbar weiterhin nicht drosseln. Am Vormittag waren Brent und WTI noch jeweils um rund 2,5 Prozent gestiegen. Seit dem Sommer hat sich der wichtige Rohstoff wegen des weltweiten Überangebots um mehr als 40 Prozent verbilligt.

Die Aktienkurse von Ölkonzernen rutschten ebenfalls ins Minus. Exxon gaben 0,3 Prozent nach, Chevron-Anteilsscheine 0,8 Prozent.

Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen auch die Dividendenpapiere von Eli Lilly. Die US-Wettbewerbsbehörde FTC hatte zuvor den Verkauf des Tiergesundheits-Geschäfts von Novartis an den US-Pharmakonzern nur unter Auflagen genehmigt. Um die Zustimmung der Kartellwächter zu der 5,4 Milliarden Dollar schweren Transaktion zu erhalten, verkauft Eli Lilly das Geschäft mit Medikamenten zur Behandlung der Herzwurm-Erkrankung bei Hunden an den französischen Konkurrenten Virbac. Eli-Lilly-Aktien verbilligten sich um 1,4 Prozent.

Die Feiertage an der Börse

Heiligabend (24.12.)

Frankfurt: geschlossen
New York: 9:30 Uhr - 13 Uhr
Wien: geschlossen
London: 9:00 Uhr bis 12:30 Uhr
Zürich: geschlossen
Japan: gewöhnlicher Handel

1. Weihnachtstag (25.12.)

Frankfurt: geschlossen
New York: geschlossen
Wien: geschlossen
London: geschlossen
Zürich: geschlossen
Japan: gewöhnlicher Handel

2. Weihnachtstag (26.12.)

Frankfurt: geschlossen
New York: gewöhnlicher Handel
Wien: geschlossen
London: geschlossen
Zürich: geschlossen
Japan: gewöhnlicher Handel

Silvester (31.12.)

Frankfurt: geschlossen
New York: gewöhnlicher Handel
Wien: geschlossen
London: 9:00 Uhr bis 12:30 Uhr
Zürich: geschlossen
Japan: geschlossen

Neujahr (01.01.)

Frankfurt: geschlossen
New York: geschlossen
Wien: geschlossen
London: geschlossen
Zürich: geschlossen
Japan: geschlossen

Die Aktien des Pharmazie- und Biotechnologieunternehmens Gilead Sciences verloren mehr als 14 Prozent. Ein Wettbewerber bietet ein Hepatitis-C-Medikament deutlich billiger an als Gilead.

An der New Yorker Börse wechselten rund 790 Millionen Aktien den Besitzer. 1809 Werte legten zu, 1287 gaben nach und 119 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,7 Milliarden Aktien 1682 im Plus, 1072 im Minus und 133 unverändert.

Die US-Kreditmärkte zeigten sich bei dünnen Umsätzen uneinheitlich. Während die kurz- und mittelfristigen Papiere vor einer milliardenschweren Auktion noch in dieser Woche nachgaben, legten die Langläufer zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 4/32 auf 100-25/32. Die Rendite sank auf 2,164 Prozent. Der 30-jährige Bond stieg 15/32 auf 105-2/32 und rentierte mit 2,751 Prozent.

Von

rtr

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