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28.07.2014

22:14 Uhr

Börse New York

Schlechte Laune an der Wall Street

Wenig Bewegung an den US-Börsen: Anleger gehen angesichts der Krisen in Nahost und der Ukraine in Deckung. Dabei sorgt eine Allianz von Aldi-Konkurrenten für ein wahres Kursfeuerwerk.

Händler an der New York Stock Exchange. Für Aufsehen sorgte der Kurssprung des Disounters Family Dollar. ap

Händler an der New York Stock Exchange. Für Aufsehen sorgte der Kurssprung des Disounters Family Dollar.

New YorkDie US-Börsen haben sich am Montag nur wenig bewegt. Der Schwung durch Übernahmemeldungen von Unternehmen wurde durch ernüchternde Daten über die US-Konjunktur wieder gebremst. Auch die Krise in der Ukraine und im Gazastreifen ließ bei den Investoren Vorsicht walten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel 0,1 Prozent höher auf 16.982 Punkten. Er pendelte dabei zwischen 16.956 und 17.001 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 schloss unverändert bei 1978 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,1 Prozent auf 4444 Zähler. In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 9598,17 Punkten aus dem Handel - so tief lag der Index zuletzt Anfang Mai. Der EuroStoxx50 gab um 0,1 Prozent auf 3171,55 Zähler nach.

An der Wall Street stützten einige geplante Großübernahmen die Stimmung. Die Aktien des US-Discounthändlers Family Dollar schossen um 25 Prozent in die Höhe. Konkurrent Dollar Tree will die Firma für insgesamt 8,5 Milliarden Dollar übernehmen und so zum Branchenprimus aufsteigen. Dollar Tree legten gut ein Prozent zu.

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Die Papiere von Trulia kletterten gut 15 Prozent. Der größere Rivale Zillow will den Betreiber einer Internet-Immobilienseite übernehmen. Insgesamt hat das Geschäft einen Wert von 3,5 Milliarden Dollar und soll komplett in Aktien beglichen werden. Zillow-Titel rückten um knapp ein Prozent vor.

Grund zur Zurückhaltung lieferten die Daten zu den sogenannten schwebenden Hausverkäufen. Sie fielen unerwartet um 1,1 Prozent, wie aus Daten der Maklervereinigung Realtors hervorging.

Mit Zurückhaltung wurden auch vorläufige Markit-Daten über die US-Dienstleistungsbranche aufgenommen. Insbesondere die Entwicklung beim Beschäftigungswachstum sorgte für Skepsis.

Auch die geopolitische Entwicklung beeinflusste erneut viele Anleger. "Angesichts der Krisen in der Ukraine und im Gaza-Streifen, aber auch in Libyen oder im Irak scheuen Anleger das Risiko", sagte Folker Hellmeyer, Chefvolkswirt der Bremer Landesbank.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 590 Millionen Aktien den Besitzer. 1317 Werte legten zu, 1702 gaben nach und 149 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,77 Milliarden Aktien 983 im Plus, 1678 im Minus und 130 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 5/32 auf 100-4/32. Die Rendite stieg auf 2,485 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 7/32 auf 102-10/32 und rentierte mit 3,254 Prozent.

Vor der Auktion von Anleihen im Wert von 93 Milliarden Dollar durch das Finanzministerium hielten sich die Investoren zurück. Außerdem wollten die Anleger wichtige Konjunkturdaten abwarten. Das Highlight steht hier für Freitag auf der Agenda: Die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten, von denen sich Börsianer Aufschluss darüber erhoffen, wann die US-Notenbank Fed erstmals die Zinsen wieder anheben wird.

Von

rtr

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