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05.01.2017

22:39 Uhr

Börse New York

Schlechte Laune durch schwache Arbeitsmarktdaten

Die US-Börsen zogen am Donnerstag im Minus. Schwache Arbeitsmarktdaten drückten auf die Kurse. Der Dow Jones entfernte sich wieder weiter von der 20.000-Punkte-Marke.

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New YorkSchwache Arbeitsmarktdaten haben die US-Börsen am Donnerstag belastet. Die US-Unternehmen schufen im Dezember nach Angaben des Arbeitsvermittlers ADP lediglich 153.000 neue Jobs, Experten hatten mit 170.000 gerechnet. Im November hatte es noch 215.000 neue Stellen gegeben.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent tiefer auf 19.899 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,1 Prozent auf 2269 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich dagegen um 0,2 Prozent auf 5487 Punkte.

Die Aktien der Kaufhaus-Kette Macy's brachen 14 Prozent ein, die des Rivalen Kohl's sogar 19 Prozent. Beide hatten angesichts schwacher Umsätze im Weihnachtsgeschäft ihre Gewinnprognosen gekappt.

Unter Druck standen auch die im Dow Jones gelisteten Papiere von Travelers, die 1,6 Prozent nachgaben. Morgan Stanley stufte die Aktie des Versicherers auf "untergewichten" herab.

Die schlechtesten Anlagen 2016

Sparbuch

Seit Jahren lässt sich mit dem Sparbuch nichts mehr verdienen. So war es auch 2016. Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro anlegt hat einen Gewinn von gerade mal 50 Euro – entsprechend von 0,05 Prozent gemacht. Immerhin verloren Anleger aber zumindest nominal – also ohne Berücksichtigung der Inflation – auch nichts.

Alle Angaben ohne Transaktionskosten. Stand 30.12.2016

Mexikanischer Peso

Dem mexikanischen Peso – dem zweitgrößten Verlierer der Hauptwährungen zum Euro – machte der Wahlsieg von Donald Trump zum US-Präsidenten zu schaffen. Kein Wunder, die USA sind Mexikos wichtigster Handelspartner, doch Trump will den Handel massiv besteuern und die Grenzen zu Mexiko dichter machen- auch wenn zuletzt vom dem im Wahlkampf propagierten Mauerbau nichts mehr zu hören war. Wer zu Jahresbeginn 100.000 Euro in mexikanischen Peso anlegt, verfügte Ende des Jahres jetzt nur noch über 89.510 Euro.

Britisches Pfund

Das knappe Votum der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union schockte am 24. Juni Europa die ganze westliche Welt. Der britische Aktienmarkt erholte sich – wie auch andere europäische Börsen – von dem Schock zwar recht schnell und legte zweistellig zu. Doch das britische Pfund selbst steht weiter unter massivem Druck. Zum Euro hat es in diesem Jahr gut 13 Prozent verloren und damit so viel wie keine andere Hauptwährung. Aus 100.000 in Pfund investierten Euro wurden so nur noch 86.980 Euro.

Aktien China

Der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft verunsichert Anleger weltweit seit anderthalb Jahren. Das spiegelt sich auch der Börse wider. Der Leitindex CSI 300, der die 300 größten Aktien Festlandchinas erfasst, verlor über elf Prozent. Da gleichzeitig der Yuan zum Euro weiter abwertete, bleiben Anlegern die 100.000 Euro in den Index investiert haben, nur 85.450Euro übrig.

Aktien Ägypten

In Ägypten gab die Zentralbank den Wechselkurs im November frei, das ägyptische Pfund stürzte ab. Der ägyptische Leitindex EGX 30 gewann zwar über 70 Prozent - Euro Anleger hatten aber am Jahresende von 100.000 investierten Euro nur noch 79.570 Euro übrig.

Aktien Ghana

Der Aktienindex der ebenfalls sehr kleinen Börse in Ghana, verlor ebenfalls stark. Von 100.000 Euro bleiben nur 77.840 Euro übrig. Die agrarisch strukturierte Wirtschaft des als Musterdemokratie auf dem Kontinent geltenden Landes, schrumpft. Das Land ist stark vom Export von Rohstoffen wie Gold, Öl, Kakao und Edelhölzern abhängig. Dabei steigen zwar im vergangenen Jahr viele Rohstoffpreise, doch der Kakaopreis brach um fast ein Drittel ein.

Aktien Nigeria

Deutsche Anleger, die 2016 an der kleinen nigerianischen Börse 100.000 Euro investierten, hatten Ende des Jahres nur noch 61.390 Euro auf dem Konto. Das lag vor allem daran, dass die Währung Naira im Sommer einbrach, nachdem die Zentralbank die Anbindung der heimischen Währung an den Dollar aufgab.

Um 21 Prozent auf 74,85 Dollar nach oben ging es dagegen mit den Titeln des auf Wirtschaftsanalysen spezialisierten Unternehmens CEB. Der Marktforscher Gartner will CEB für 2,6 Milliarden Dollar oder 77,25 Dollar pro Aktie kaufen.

Gefragt waren auch die Anteilsscheine von Amazon mit einem Aufschlag von mehr als drei Prozent. Der Online-Händler und die Teenager-Modekette Forever 21 interessieren sich Insidern zufolge für den insolvente US-Bekleidungshersteller American Apparel. Die beiden Firmen führten neben anderen Gespräche mit American Apparel und seinen Finanzberatern, wie mit den Verhandlungen vertraute Personen sagten.

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Nach der Kursrally zum Jahresauftakt ist an den europäischen Börsen die Luft derzeit raus. Ein deutlich stärkerer Euro und die Kursverluste an der Wall Street hielten Anleger von größeren Engagements ab. Der Dax ging am Donnerstag den zweiten Tage in Folge unverändert mit 11.584,94 Punkten aus dem Handel. Auch der EuroStoxx50 verabschiedete sich mit 3316,47 Zählern in etwa auf dem Schlussniveau des Vortags. "Am Parkett macht sich die Vermutung breit, dass die Verkäufer nach der fast ununterbrochenen Rally der vergangenen Wochen am längeren Hebel sitzen könnten", sagte Analyst Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC Markets.

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 930 Millionen Aktien den Besitzer. 1294 Werte legten zu, 1642 gaben nach und 153 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,76 Milliarden Aktien 1178 im Plus, 1719 im Minus und 166 unverändert.

Die US-Kreditmärkte waren als sicherer Hafen gefragt und legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 21/32 auf 96-23/32. Die Rendite sank auf 2,3734 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 1-18/32 auf 98-6/32 und rentierte mit 2,9668 Prozent.

Von

rtr

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