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13.10.2015

23:56 Uhr

Börse New York

Schwache China-Daten belasten Wall Street

Die Wall Street kommt auch am Dienstag nicht in Fahrt, ganz im Gegenteil:. Schwache Konjunkturdaten aus China drückten ins Minus. Selbst auf gute Nachrichten aus der US-Pharmabranche reagierten die Anleger verhalten.

Wie der Wall Street-Handel lief

JPMorgan enttäuscht mit Geschäftszahlen

Wie der Wall Street-Handel lief: JPMorgan enttäuscht mit Geschäftszahlen

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New YorkBelastet von schwachen Konjunkturdaten aus China haben die US-Börsen am Dienstag nachgegeben. Die Einfuhren der Volksrepublik brachen im September um mehr als 20 Prozent ein. Das war bereits der elfte Monat in Folge mit einem Rückgang. Zudem machten Börsianer Ängste am Markt vor möglicherweise schlechten Unternehmenszahlen für die Kursverluste verantwortlich. In dieser Woche wollen unter anderen Goldman Sachs, Bank of America, Wells Fargo und die Citigroup ihre Bilanzen vorstellen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent tiefer bei 17.082 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,7 Prozent auf 2003 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,9 Prozent auf 4796 Punkte.

Im Blickpunkt standen die Aktien von Twitter, die um 1,1 Prozent anzogen. Der Kurznachrichtendienst streicht Hunderte Stellen.

Der US-Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson (J&J) hob seine Gewinnprognose an. Zudem will das auch für Pflegeartikel wie Penaten-Creme und Listerine-Mundwasser bekannte Unternehmen für zehn Milliarden Dollar eigene Aktien zurückkaufen. Die Börsianer reagierten dennoch verhalten: Die J&J-Aktie ließ 0,6 Prozent Federn.

Die Anteilsscheine des Billigfliegers JetBlue fielen 7,8 Prozent, nachdem JPMorgan die Bewertung auf "neutral" gesenkt hatte.

Molson Coors -Papiere kletterten dagegen fast zehn Prozent. Händler begründeten die Aufschläge mit der Mega-Fusion in der Bierbranche. Weltmarktführer Anheuser-Busch InBev, zu dessen Imperium Marken wie Beck's, Budweiser und Corona gehören, will seinen größten Rivalen SABMiller für umgerechnet 92 Milliarden Euro schlucken. Im Rahmen der Übernahme muss SAB wahrscheinlich seine 58-Prozent-Beteiligung an einem US-Gemeinschaftsunternehmen mit Molson Coors abstoßen.

Nach Börsenschluss wurden noch Quartalszahlen der Großbank JP Morgan und des Chip-Riesen Intel erwartet.

Wegen der enttäuschenden Konjunkturdaten aus China machten Anleger in Frankfurt Kasse. Die schwachen Zahlen zeigten, dass sich die Wirtschaft der Volksrepublik noch immer schwer tue, sagte Markus Huber vom Brokerhaus Peregrine & Black. Der Dax verlor 0,9 Prozent auf fast 10.033 Zähler, der EuroStoxx50 gab 0,8 Prozent auf 3221 Punkte nach. Seit Monatsbeginn haben beide Indizes knapp fünf Prozent gewonnen.

Die US-Kreditmärkte waren nach den enttäuschenden China-Daten als sicherer Hafen gefragt und legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 15/32 auf 99-19/32. Die Rendite sank auf 2,0457 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 28/32 auf 99-26/32 und rentierte mit 2,8835 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 860 Millionen Aktien den Besitzer. 836 Werte legten zu, 2222 gaben nach und 115 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,52 Milliarden Aktien 763 im Plus, 2039 im Minus und 164 unverändert.

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Von

rtr

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