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10.09.2012

22:36 Uhr

Börse New York

Schwache chinesische Daten lasten auf US-Börsen

Sorgen um die Weltkonjunktur ließen die US-Börsen zu Wochenbeginn vor sich hin dümpeln - und dann nach unten sausen. Vor allem enttäuschende Wirtschaftsdaten aus China führten am Montag zu gedämpfter Stimmung.

Händler an der Wall Street. dapd

Händler an der Wall Street.

New YorkSorgen um die Weltkonjunktur haben die US-Börsen am Montag belastet. "Die Optimisten haben etwas kalte Füße bekommen wegen der schwachen Wirtschaftsdaten aus China", erläuterte Volkswirt Steven Ricchiuto von Mizuho Securities USA.

So gingen die chinesischen Importe im August überraschend zurück. "Nach der starken Entwicklung vergangene Woche mit neuen Hochständen legt der Markt eine Pause ein und hält nach weiterem Treibstoff Ausschau", sagte Marktanalyst Andre Bakhos von Lek Securities in New York.

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Die Anleger warteten auf positive Nachrichten aus Europa und von der US-Notenbank (Fed), ergänzte Joe Benanti von Rosenblatt Securities. Im Wochenverlauf stehen mit großer Spannung erwartete Entscheidungen an: Am Mittwoch befindet das Bundesverfassungsgericht über den Euro-Rettungsschirm ESM, am Donnerstag informiert die Fed über ihren weiteren Kurs. Anleger erhoffen von der Notenbank ein neues Anleihenkauf-Programm zur Stützung der Konjunktur.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent tiefer auf 13.254 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 13.251 und 13.324 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,6 Prozent auf 1429 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab ein Prozent nach auf 3104 Stellen. In Frankfurt ging der Dax unverändert auf 7213 Punkten aus dem Handel.

Unter den Einzel-Titeln stachen die AIG -Papiere heraus, die zwei Prozent abrutschten. Das US-Finanzministerium kündigte am Sonntag an, Anteilsscheine im Wert von 18 Milliarden Dollar zu veräußern. Damit wird der Staat erstmals seit seinem Rettungseinsatz für AIG vor vier Jahren zum Minderheitsaktionär des einst weltgrößten Versicherers.

Der Kurs des Ölproduzenten Plains Exploration & Production (PXP) brach um 10,5 Prozent ein. Das Unternehmen kauft BP für 5,6 Milliarden Dollar Öl- und Gasvorkommen im Golf von Mexiko ab.

Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen auch die Anteilsscheine von Intel. Das Hightech-Dividenenpapier ließ 3,8 Prozent Federn. "Heute fahren wir ein wenig im Rückwärtsgang, einige Börsianer machen Kasse im Hochtechnologiesektor nach der vergangenen Woche", sagte Gary Wedbush von der regionalen Investmentbank Wedbush Morgan.

Aufwärts ging es dagegen bei Hewlett Packard (HP), der Kurs stieg um knapp ein Prozent. Der Computerhersteller will noch mehr Personal abbauen als bislang geplant. In den kommenden zwei Jahren sollen 29.000 Stellen gestrichen werden. Das sind 2000 mehr als im Mai angekündigt.

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 610 Millionen Aktien den Besitzer. 1188 Werte legten zu, 1770 gaben nach und 128 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,57 Milliarden Aktien 1005 im Plus, 1446 im Minus und 126 unverändert.

Von

rtr

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