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06.07.2017

22:20 Uhr

Börse New York

Schwache Jobdaten drücken Wall Street ins Minus

Die US-Firmen haben im Juni weniger Personal als erwartet eingestellt. Der Dow-Jones-Index gab daraufhin in New York nach. Bei den Einzelwerten verlor Tesla besonders stark - wegen schlechter Noten beim Sicherheitstest.

Sandra Navidi von Beyond Global

„Diese Auto-Kredite stellen kein systemisches Risiko dar“

Sandra Navidi von Beyond Global: „Diese Auto-Kredite stellen kein systemisches Risiko dar“

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New YorkDie US-Börsen haben wegen enttäuschender Konjunkturdaten am Donnerstag mit Kursverlusten geschlossen. Die US-Firmen heuerten im Juni weniger Personal an als erwartet. Es entstanden nur 158.000 neue Jobs, wie der Personaldienstleister ADP zu seiner Umfrage unter Privatunternehmen mitteilte. Ökonomen hatten mit 185.000 Stellen gerechnet. "Am Ende könnte sich bestätigen, dass die US-Konjunktur sich seit Monaten abkühlt und eine Wende nicht in Sicht ist", sagte Marktanalyst Jochen Stanzl vom Londoner Brokerhaus CMC Markets. Mit Spannung warten Investoren nun auf die offiziellen Arbeitsmarktdaten der US-Regierung am Freitag. Zudem belastete der Raketenstreit mit Nordkorea die Märkte. Die USA drohten für den äußersten Fall mit einem militärischen Eingreifen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,7 Prozent tiefer auf 21.320 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,9 Prozent auf 2409 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um ein Prozent auf 6089 Punkte.

Der Dow Jones-Index der Standardwerte brach am Mittwoch einen Rekord. AP

Wall Street

Der Dow Jones-Index der Standardwerte brach am Mittwoch einen Rekord.

Bei den Einzelwerten standen die Aktien des Elektroauto-Bauers Tesla auf den Verkaufslisten der Börsianer. Die Papiere brachen 5,6 Prozent ein. Zuvor hatte das Tesla-Modell S bei Sicherheitstests nicht die besten Noten bekommen. Am Mittwoch hatten Tesla-Aktien bereits rund sieben Prozent verloren. Auch die Aktien des Mischkonzerns General Electric notierten 3,8 Prozent schwächer. Die EU-Kommission beschuldigt GE, bei der Übernahme von LM Wind falsche Angaben gemacht zu haben.

Spekulationen auf ein baldiges Ende der ultralockeren Geldpolitik in Europa und der bevorstehende G20-Gipfel sorgten für Verunsicherung an den europäischen Börsen. Der Euro machte sich wieder auf in Richtung seines kürzlich erreichten 14-Monats-Hochs und die Renditen von Staatsanleihen zogen an. Das führte zu Kursverlusten bei Aktien: Der Dax rutschte um 0,6 Prozent auf 12.381 Punkte ab. Der EuroStoxx50 verlor 0,5 Prozent auf 3462 Zähler. Investoren rechnen damit, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Zügel in der Geldpolitik anzieht.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 880 Millionen Aktien den Besitzer. 556 Werte legten zu, 2377 gaben nach und 142 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,97 Milliarden Aktien 647 im Plus, 2210 im Minus und 226 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 10/32 auf 100-1/32. Die Rendite stieg auf 2,3695 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 1-1/32 auf 101-29/32 und rentierte mit 2,9040 Prozent. Händler erklärten die Abschläge mit Sorgen, dass der steigende Ölpreis den Inflationsdruck erhöhen könnte.

Von

rtr

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