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08.09.2012

02:05 Uhr

Börse New York

Schwache Jobdaten lähmen Wall Street

Bei den US-Anlegern ist die Kauflaune verflogen. Die enttäuschenden Arbeitsmarktdaten schlagen auf den Magen. Die Aktien von Intel stehen wegen gesenkter Umsatzprognose auf der Verkaufsliste - Kraft dagegen überrascht.

Händler an der New Yorker Börse. Im Fokus stand der US-Arbeitsmarktbericht. AFP

Händler an der New Yorker Börse. Im Fokus stand der US-Arbeitsmarktbericht.

New YorkDie Wall Street hat sich am Freitag nach ihrer jüngsten Rally kaum von enttäuschenden Arbeitsmarktdaten beeindrucken lassen. Die US-Wirtschaft schuf zwar weniger neue Jobs als erwartet und eine tiefgreifende Erholung scheint damit wieder in die Ferne zu rücken.

Die Daten schürten zugleich aber Erwartungen, dass die US-Notenbank (Fed) bei ihrer Sitzung in der kommenden Woche weitere Schritte zur Stützung der Konjunktur ankündigen wird. "Die wahre Frage ist: Was macht die Fed mit diesem Bericht?", sagte Steve Blitz, Chefvolkswirt von ITG Investment Research.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte erhöhte sich um 0,1 Prozent auf 13.306 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,4 Prozent auf 1437 Zähler vor, der Index der Technologiebörse Nasdaq trat mit 3136 Stellen auf der Stelle. Im Wochenvergleich rückte der Dow 1,6 Prozent vor, der S&P 2,2 Prozent und die Nasdaq 2,3 Prozent. In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von 0,7 Prozent bei 7214 Punkten aus dem Handel.

"Am Markt gibt es derzeit zwei konkurrierende Kräfte", beschrieb Peter Cook von Performance Trust Investment Advisors die Situation. "Auf der einen Seite steht der Zustand der Wirtschaft, auf der anderen der Glaube an die Macht der Zentralbanken...diese Woche war ein gutes Beispiel für das Tauziehen zwischen den beiden."

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Unter den Einzel-Titeln stachen Intel heraus, die um fast vier Prozent abrutschten. Der Chipriese senkte seine Umsatzprognose für das laufende Quartal. Das Management begründete dies mit einer schwächelnden Computer-Nachfrage bei Firmenkunden und einem langsameren Wachstum in den Schwellenländern.

Ein Zeitungsbericht über ein geplantes Konkurrenzprodukt von Apple schickte die Aktien des Online-Musikdienstes Pandora auf Talfahrt. Die Papiere des Internet-Radiosenders fielen 17 Prozent. Dem "Wall Street Journal" zufolge verhandelt Apple mit Musikverlagen über Lizenzen für ein Angebot, bei dem Stücke bestimmter Künstler oder Stilrichtungen über einen entsprechenden Internet-Radiokanal gesendet werden sollen. Apple sei eine große Gefahr für Anbieter wie Pandora, sagte Analyst Rory Maher von Capstone Investments.

Trotz eines stabilen Gewinns im zweiten Quartal und einer moderaten Anhebung der Prognose für das Gesamtjahr sackten die Anteilsscheine des US-Supermarktbetreibers Kroger zwei Prozent ab. Ebenfalls abgestraft wurden die Dividendenpapiere des Lebensmittelherstellers Kraft. Die Aktie verbilligte sich um mehr als fünf Prozent. Der langfristige Gewinnausblick gefiel den Börsianern nicht. Das Unternehmen spaltet sich am 1. Oktober auf. Dagegen schossen die Titel von Peregrine Pharma um fast 50 Prozent in die Höhe, weil ein neues Medikament gegen Lungenkrebs in einer Versuchreihe ermutigende Ergebnisse zeigte.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Video: Wie der Wall-Street-Handel lief

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,68 Milliarden Aktien den Besitzer. 1995 Werte legten zu, 929 gaben nach und 138 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,73 Milliarden Aktien 1431 im Plus, 1014 im Minus und 132 unverändert.

Von

rtr

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