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01.12.2014

23:33 Uhr

Börse New York

Schwache Konjunkturdaten belasten die Wall Street

China und die Euro-Zone lieferten enttäuschende Konjunkturdaten. Das geht auch an den USA nicht spurlos vorbei. Auch die Aktien der US-Einzelhändler standen unter Druck. Zu den größten Verlieren gehörte aber Apple.

Händler an der New Yorker Börse. Schwache Konjunkturdaten drücken die Kurse an der Wall Street. AFP

Händler an der New Yorker Börse. Schwache Konjunkturdaten drücken die Kurse an der Wall Street.

New YorkSchwache Konjunkturdaten aus Übersee haben die US-Börsen zu Wochenbeginn belastet. Sowohl in China als auch in der Euro-Zone verlor die Industrie im November an Schwung - ein weiterer Beleg für die fehlende Dynamik der Weltwirtschaft. Zu den größten Verlieren am Aktienmarkt gehörte Apple. Die Papiere verloren zeitweise mehr als sechs Prozent, ohne dass es einen ersichtlichen Grund gab.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent tiefer mit 17.776 Punkten. Im Verlauf war er zwischen 17.726 und 17.827 Stellen gependelt. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,7 Prozent nach auf 2053 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 1,3 Prozent auf 4727 Stellen. Auch an den europäischen Börsen hatten die Händler auf die enttäuschenden Konjunkturdaten reagiert. Der Dax sank um 0,2 Prozent auf 9963,51 Zähler.

In New York standen Aktien von Einzelhändlern unter Druck, weil die Umsätze am langen "Thanksgiving"-Wochenende schwächer als im Vorjahr waren. Die Papiere des Kaufhauskonzerns Macy's verloren 2,7 Prozent, die des Discounters Wal-Mart 1,5 und die der Elektronikkette Best Buy 5,5 Prozent.

Apple -Papiere verloren zeitweise 6,4 Prozent oder rund 40 Milliarden Dollar an Börsenwert. Am Ende betrug der Abschlag 3,2 Prozent. Da es am Montag keine gewichtigen Nachrichten zu Apple gab, spekulierten Händler über automatische Aktien-Verkaufsprogramme von Börsenprofis.

Konjunkturindikatoren

ifo-Index

Der international beachtete Index basiert auf einer Befragung von etwa 7000 Unternehmen aus Bau, Einzelhandel und Industrie. In einem Fragebogen beurteilen sie ihre gegenwärtige Geschäftslage sowie die Erwartungen für die Zukunft. Beide werden im Geschäftsklima zusammengefasst. Der Index ergibt sich aus dem Saldo der Antworten gut und schlecht.

ZEW-Konjunkturerwartungen

Der vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) herausgegebene Index beruht auf der Befragung von 350 Analysten und Finanzmarktexperten. Sie geben dabei ihre Einschätzung über die künftige Wirtschaftsentwicklung ab. Der Index zur mittelfristigen Konjunkturentwicklung ergibt sich aus der Differenz der positiven und negativen Erwartungen über die künftige Wirtschaftsentwicklung. Er wird zur Monatsmitte erhoben.

Einkaufsmanagerindex

Wird von der britischen Forschergruppe Markit erhoben. Er beruht für Deutschland auf Umfragen unter Einkaufsmanagern von 500 repräsentativ ausgewählten deutschen Industrieunternehmen. Bestandteile des Index sind Auftragseingänge, Preise und Beschäftigung. Der Index hat einen relativ kurzen Vorlauf gegenüber der Produktion.

Baltic Dry Index (BDI)

Der BDI ist ein Preisindex für die Verschiffungskosten wichtiger Rohstoffe wie Stahl, Eisenerz, Kohle und Getreide auf Standardrouten. Er wird durch das Angebot an frei stehendem Schiffsladeraum und die Hafenkapazitäten beeinflusst. Da Rohstoffe als Vorprodukte am Anfang der Wertschöpfungskette stehen, ist der BDI ein guter Frühindikator für die Weltkonjunktur.

GfK-Konsumklima

Der GfK-Konsumklimaindex soll die Konsumneigung der Privathaushalte abbilden. Hierfür befragt das Institut monatlich 2000 repräsentativ ausgewählte Personen über ihr Anschaffungs- und Sparneigung auf Sicht von 12 Monaten sowie über ihre Erwartungen zur Gesamtwirtschaftlichen Situation.

Geldmenge M1

Das Geldmengenaggregat M1 umfasst den Bargeldumlauf und Sichteinlagen (jederzeit verfügbare Einlagen, zum Beispiel auf Girokonten). Sie ist ein Indikator für die Transaktionshäufigkeit in einer Volkswirtschaft. Steigt die Geldmenge M1, so wird in der Regel auch mehr gekauft.

Dagegen war der Konkurrent Microsoft mit einem Plus von 1,7 Prozent einer der Gewinner an der Tech-Börse Nasdaq.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,88 Milliarden Aktien den Besitzer. 685 Werte legten zu, 2412 gaben nach und 124 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,88 Milliarden Aktien 603 im Plus, 2133 im Minus und 119 unverändert.

US-Staatsanleihen gaben nach. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Rallye. Die zehnjährigen Bonds verringerten sich um 18/32 auf 100-04/32. Sie rentierten mit 2,234 Prozent. Die 30-Jährigen verloren 14/32 auf 100-24/32 und hatten eine Rendite von 2,963 Prozent.

Von

rtr

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