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25.02.2011

22:28 Uhr

Börse New York

Sinkender Ölpreis stützt Wall Street

Der deutliche Rückgang des Ölpreises hat die US-Börsen am Freitag ins Plus gehoben. Die anhaltenden Unruhen in Nordafrika blieben zwar weiterhin ein wichtiges Gesprächsthema. Die Sorgen ließen jedoch nach.

Ölpreis-Rückgang hebt Wall Street ins Plus. Quelle: dapd

Ölpreis-Rückgang hebt Wall Street ins Plus.

Eine deutliche Entspannung an den Ölmärkten hat die US-Börsen am Freitag beflügelt. Die anhaltenden Unruhen in Nordafrika blieben zwar weiterhin ein wichtiges Gesprächsthema auf dem New Yorker Parkett. Die Sorgen der Anleger darüber, dass steigende
Energiepreise die weltweite Wirtschaftserholung dämpfen könnten, ließen aber nach.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent höher auf 12.130 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 12.060 und 12.151 Stellen. Der breiter gefasste S&P 500 legte 1,1 Prozent auf 1319 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 1,6 Prozent auf 2781 Stellen. Im Wochenvergleich büßte der Dow 2,1 Prozent, der S&P 1,7 Prozent und der Nasdaq-Index 1,9 Prozent ein. In Frankfurt ging der Deutsche Aktienindex (Dax) mit einem Plus von 0,8
Prozent auf 7185 Punkten aus dem Handel.

Die Aufregung am Ölmarkt legte sich zum Wochenschluss. Die Ölpreise entfernten sich von ihren Höchstständen des Vortages. Ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete mit 111,53 Dollar 0,1 Prozent mehr als am späten Vorabend, die US-Sorte WTI notierte unverändert bei 96,26 Dollar. Der rasante Ölpreisanstieg war zum Stillstand gekommen, nachdem Saudi-Arabien im Zuge der Libyen-Unruhen höhere Ölexporte in Aussicht gestellt hatte.

Bei den Einzeltiteln stand der US-Flugzeughersteller Boeing im Mittelpunkt. Die US-Regierung hatte an den EADS-Rivalen am Donnerstag nach Börsenschluss einen milliardenschweren Großauftrag für Tankflugzeuge vergeben. Der Boeing-Kurs kletterte um mehr als zwei Prozent.

Die Papiere des US-Versicherungskonzern AIG gehörten dagegen zu den Verlierern. Aufgrund weiterer Rückstellungen für angeschlagene Geschäftsbereiche vergrößerte sich der Fehlbetrag ohne die Einnahmen aus milliardenschweren Verkäufen von Auslandstöchtern. AIG-Titel brachen 4,7 Prozent ein.

Die US-Warenhauskette J.C. Penney bekommt unterdessen ihre Kosten offenbar nicht in den Griff. Zwar stellte das Unternehmen mehr Umsatz und Gewinn im laufenden Geschäftsjahr in Aussicht. Gemessen am Umsatz würden die Kosten - etwa für Verwaltung oder Verkauf - aber gleichbleiben. Die Aktien des Unternehmens wurden zuletzt mit einem Abschlag von 6,5 Prozent gehandelt.

Das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes besserte sich überraschend stark. Der entsprechende Index von Reuters und der Universität Michigan stieg im Februar nach endgültigen Berechnungen auf 77,5 Punkte von 74,2 Zählern im Vormonat und damit auf den höchsten Stand seit Januar 2008. Die Bürger schätzten die Aussichten für den Arbeitsmarkt wieder günstiger ein, hieß es.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 950 Millionen Aktien den Besitzer. 2442 Werte legten zu, 569 gaben nach und 82 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,86 Milliarden Aktien 2106 im Plus, 522 im Minus und 108 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 9/32 auf 101-23/32. Sie rentierten mit 3,418 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 21/32 auf
104-1/32 und hatten eine Rendite von 4,503 Prozent.

Von

rtr

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