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25.03.2013

21:43 Uhr

Börse New York

Skeptiker übernehmen das Ruder an der Wall Street

Nachdem die US-Indizes zunächst mit klaren Gewinnen gestartet waren, drehten die Kurse wegen der Skepsis der amerikanischen Anleger ins Minus. Für Aufsehen sorgten die Aktien des Computerriesen Dell.

Die Wall Street dreht ins Minus. ap

Die Wall Street dreht ins Minus.

New YorkDie Erleichterung über die Rettung Zyperns ist an den internationalen Börsen nur von kurzer Dauer gewesen. Anleger warfen am Montag in Europa und den USA ihre Finanztitel aus den Portfolios. Viele waren mit den Einzelheiten der in der Nacht gefundenen Vereinbarung für die Mittelmeerinsel unzufrieden. Sie kostet der Popular Bank of Cyprus (Laiki) die Existenz. Zudem muss die Bank of Cyprus deutlich schrumpfen. Für Verunsicherung sorgte auch Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem, der die Rettung Zyperns als Modell für andere Länder im Währungsgebiet sieht.

Nach Kursgewinnen zum Handelsbeginn schloss der Dow-Jones-Index mit einem Minus von 0,4 Prozent bei 14.447 Punkten. Im Laufe des Tages hatte es aber noch größere Verluste gegeben: Der Index pendelte zwischen einem Tief von 14.395 und einem Hoch von 14.563 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,3 Prozent auf 1551 Stellen. Der Nasdaq-Index fiel ebenfalls um 0,3 Prozent und schloss bei 3235 Zählern. Der Dax schloss mit 7870 Punkten um 0,5 Prozent niedriger. Angesichts des Ausverkaufs bei den Finanztiteln von Mailand über Paris bis nach Frankfurt gab der EuroStoxx 1,2 Prozent ab.

Wie in Europa standen in New York Titel großer Banken auf den Verkaufszetteln. Morgan-Stanley -Papiere gaben 0,9 Prozent nach, Bank-of-America -Aktien verbilligten sich um 1,3 Prozent. Der Banken-Branchenindex für die Euro-Zone brach um 3,8 Prozent ein, nachdem er um 2,6 Prozent zugelegt hatte. Deutsche Bank fielen um 3,2 Prozent und Commerzbank um 1,7 Prozent. Damit kamen sie aber vergleichsweise glimpflich davon: In Mailand stürzten Unicredit um 5,8 Prozent und Intesa Sanpaolo um 6,2 Prozent ab. Auch die französischen Banken gerieten unter die Räder: Societe Generale büßten sechs Prozent, BNP Paribas drei Prozent ein.

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Zu den Gewinnern in New York zählten Dell -Aktien, die 2,6 Prozent zulegten. Michael Dell kommen bei der geplanten Übernahme des von ihm gegründeten Computerkonzern zwei schwergewichtige Finanzinvestoren in die Quere. Blackstone und der Investor Carl Icahn legten Angebote vor, die nun von Dell geprüft werden. Die Aussicht auf eine preistreibende Bieterschlacht ließ die Anleger zugreifen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 660 Millionen Aktien die Besitzer. 1212 Werte legten zu, 1772 gaben nach, und 125 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,66 Milliarden Aktien 1159 im Plus, 1265 im Minus und 113 unverändert.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Aufwaertsmitgebruell

25.03.2013, 15:54 Uhr

Ja, ich bin auch sehr glücklich, das die Klärung der Probleme um Zypern, die wohl offensichtlich doch keine waren, der Wall street nun endlich den Schub verleihen, den sie verdient hat! Zypern könnte vom Lösungsansatz her auch für die USA funktionieren. Das hat den Effekt, als wenn man Schmierseife für den steilen Weg nach oben als Reibefläche nutzen möchte...

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