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20.07.2012

23:26 Uhr

Börse New York

Spanien zieht US-Börse ins Minus

Der trotz genehmigter Bankenhilfe pessimistische Ausblick für die spanische Wirtschaft ließ auch US-Anleger vorsichtig werden. Die großen US-Indizes folgten dem Dax ins Minus - wenn auch nicht ganz so tief.

Ein Börsianer an der Wall Street schließt nach einer langen Handelswoche kurz die Augen und geht in sich. Spencer Platt/Getty Images/AFP AFP

Ein Börsianer an der Wall Street schließt nach einer langen Handelswoche kurz die Augen und geht in sich. Spencer Platt/Getty Images/AFP

DüsseldorfAn der Wall Street ist die Euro-Krise wieder mit aller Macht in den Mittelpunkt gerückt. Ermutigende Unternehmensberichte gerieten in den Hintergrund, nachdem die hoch verschuldete spanische Region Valencia einen Hilfsgesuch an die Zentralregierung ankündigte.

"Es sieht so aus, als ob Europa wieder die Bühne übernimmt mit Spanien als Hauptakt", sagte Quincy Krosby von Prudential Financial. Da passte es ins Bild, dass der Mischkonzern General Electric wegen schwächerer Geschäfte in Europa einen Quartalsumsatz unter den Erwartungen von Analysten verbuchte. Investoren sahen in den aufkeimenden Sorgen einen Anlass, um Gewinne mitzunehmen. Finanzwerte verloren, Technologiewerte waren dagegen gefragt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsende mit einem Minus von 0,9 Prozent bei 12.822 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Leitbarometer zwischen 12.810 und 12.942 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1362 Punkten, ein Abschlag von rund einem Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 1,4 Prozent und ging mit 2925 Punkten aus dem Handel. In der abgelaufenen Woche gewannen Dow und S&P je 0,4 Procent, die Nasdaq legte 0,6 Prozent zu. In Frankfurt verzeichnete der Dax ein Minus von 1,9 Prozent auf 6630 Punkte.

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In Europa gaben die Euro-Staaten zwar grünes Licht für das Rettungspaket spanischer Banken. Die Regierung in Madrid senkte aber die Prognose für die wirtschaftliche Entwicklung. Investoren fürchteten, am Ende könnte dem südeuropäischem Land keine andere Wahl bleiben, als komplett unter den Euro-Rettungsschirm zu schlüpfen.

Die aufflammenden Sorgen um die Euro-Krise belasteten Aktien von Geldhäusern. Der KBW-Banken-Index verlor 1,9 Prozent. Morgan Stanley ging mit einem Minus von 3,5 Prozent aus dem Handel.

General Electric tendierte trotz des mauen Europa-Geschäfts 0,4 Prozent höher. Der Mischkonzern konnte die Schwäche ebenso wie sein kleinerer Rivale Honeywell dank der starken Nachfrage auf dem Heimatmarkt ausgleichen.

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Der Nettogewinn ist um 16 Prozent auf 3,11 Milliarden Dollar gefallen.

Eine Milliardenabschreibung brockte Microsoft den ersten Quartalsverlust seit seinem Börsengang 1986 ein. Dennoch übertraf der Konzern die Erwartungen des Marktes. Der Anteilsschein verbuchte zunächst Gewinne, schloss dann aber 1,8 Prozent im Minus.

Das Papier von Google legte drei Prozent zu und zog weitere Technologiewerte mit. Der Suchmaschinen-Konzern wuchs im Kerngeschäft weiter kräftig. Anteilsscheine des US-Technologiekonzerns Xerox erschienen dagegen unattraktiver. Das vor allem für seine Kopierer und Drucker bekannte Unternehmen senkte zur Enttäuschung der Börsianer sein Gewinnziel für das Gesamtjahr. Die Aktie fiel 6,8 Prozent.

Ein erfolgreiches Börsendebüt legte Palo Alto Networks mit einem Kurssprung von 26 Prozent auf 53,13 Dollar hin. Investoren setzten auf einen wachsenden Markt für Unternehmenssoftware.

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An der New York Stock Exchange wechselten rund eine Milliarde Aktien den Besitzer. 1000 Werte legten zu, 1990 gaben nach und 107 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,77 Milliarden Aktien 646 im Plus, 1818 im Minus und 106 unverändert.

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