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30.01.2015

00:17 Uhr

Börse New York

Starke Unternehmensbilanzen beflügeln US-Börsen

Die US-Anleger wagen sich nach zwei verlustreichen Tagen etwas aus der Deckung. Nach starker Arbeitsmarkt- und Unternehmensdaten legen die US-Börsen zu. Bei den Einzelwerten waren die Aktien von Dow Chemical im Fokus.

Genervter Händler in New York. Trotz starker Arbeitsmarkt- und Unternehmenszahlen geben die US-Börsen nach. AFP

US-Händler an der Wall Street

Genervter Händler in New York. Trotz starker Arbeitsmarkt- und Unternehmenszahlen geben die US-Börsen nach.

New YorkPositive US-Arbeitsmarktdaten und teils überraschend starke Unternehmensbilanzen haben die US-Börsen am Donnerstag beflügelt. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fiel in der vergangenen Woche niedriger als erwartet aus. Zudem konnten Unternehmen wie Dow Chemical mit ihren Zahlen überzeugen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,3 Prozent höher auf 17.416 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um ein Prozent auf 2021 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um ein Prozent auf 4683 Punkte.

Bei den Einzelwerten schoben kräftige Zuwächse im Pflanzenschutzgeschäft Dow Chemical an. Das größte US-Chemieunternehmen baute seinen operativen Gewinn kräftig aus. Hohe Kosten für die Schließung eines US-Werks sorgten zwar für einen geringeren Überschuss, der aber über den Erwartungen lag. Die Aktie des BASF-Rivalen zog um 4,6 Prozent an.

Fester präsentierten sich die Anteilsscheine von Facebook, die sich um 2,3 Prozent verteuerten. Dank einer großen Nachfrage nach Werbeanzeigen auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets steigerte das weltgrößte Internet-Netzwerk den Umsatz im vierten Quartal um 49 Prozent auf 3,85 Milliarden Dollar.

Die Berufung eines neuen Firmenchefs gab McDonald's Auftrieb. Die Aktien stiegen um fünf Prozent. Der Chef der weltweit größten Fast-Food-Kette, Don Thompson, tritt Ende Februar ab. Nachfolger wird Steve Easterbrook.

Der Kurs des chinesischen Online-Händlers Alibaba brach hingegen um knapp neun Prozent ein. Das rasante Wachstum des Amazon-Rivalen kühlt sich etwas ab. Der Umsatz stieg zwar im abgelaufenen Quartal um 40 Prozent. Allerdings hatten Analysten mit einem noch stärkeren Wachstum gerechnet. Der Kurssturz bei Alibaba zog Yahoo ins Minus. Die Aktien des US-Internetkonzerns, der etwa 15 Prozent an Alibaba hält, brachen um fast sechs Prozent ein.

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Qualcomm fielen um zehn Prozent. Der Smartphonechip-Hersteller rechnet für 2015 nur noch mit einem Ergebnis je Aktie zwischen 4,75 und 5,05 Dollar statt 5,05 bis 5,35 Dollar.

Im Europa dämpfte die Aussicht auf neue Wellen billigen EZB-Geldes die Enttäuschung der Anleger über einige Firmenbilanzen. Auch die Spekulationen auf eine baldige US-Zinserhöhung drängte sie in den Hintergrund. „Das Muster ist dasselbe wie zu der Zeit, als die Fed ihre Milliarden in die Finanzmärkte pumpte“, sagte ein Börsianer. „Negative Nachrichten belasten die Kurse nur kurzzeitig, weil Anleger jeden Rücksetzer zum Einstieg nutzen.“

Der Dax verabschiedete sich nach zeitweiligen Verlusten mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 10.737,87 Punkten in den Feierabend. Der EuroStoxx50 legte ebenfalls 0,3 Prozent auf 3370,52 Zähler zu.

Die Europäische Zentralbank (EZB) will mit Anleihekäufen im Volumen von einer Billion Euro die schwächelnde Konjunktur der Euro-Zone ankurbeln und die drohende Deflation, eine Spirale fallender Preise und rückläufiger Investitionen, abwenden.

Ein Euro kostet zuletzt 1,1318 Dollar. Richtungsweisende zehnjährige US-Staatsanleihen verloren 10/32 Punkte auf 104 14/32 Punkte und rentierten mit 1,75 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 860 Millionen Aktien den Besitzer. 2074 Werte legten zu, 1000 gaben nach und 115 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,08 Milliarden Aktien 1823 im Plus, 893 im Minus und 125 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 10/32 auf 104-12/32. Die Rendite stieg auf 1,7614 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 21/32 auf 114-14/32 und rentierte mit 2,3255 Prozent. Händler erklärten die Abschläge mit den unerwartet guten Jobdaten. Der Euro kostete 1,13 Dollar.

Von

rtr

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