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12.04.2016

23:41 Uhr

Börse New York

Steigende Ölpreise heben Wall Street ins Plus

Die Alcoa-Zahlen haben für eine Enttäuschung gesorgt. Die US-Börsen können dennoch zulegen. Für Zuversicht sorgen steigende Ölpreise. Anleger spekulieren auf eine Deckelung der Ölförderung.

Steigende Ölpreise helfen der Wall Street. AFP; Files; Francois Guillot

Händler in New York

Steigende Ölpreise helfen der Wall Street.

New YorkDer wieder steigende Ölpreis hat der Wall Street am Dienstag zu Gewinnen verholfen. Am Markt herrsche die Hoffnung, dass sich die großen Exportländer bei ihrem Treffen am Sonntag in Doha auf eine Deckelung der Ölförderung einigten, sagten Händler. Der enttäuschende Zwischenbericht des Aluminiumkonzerns Alcoa geriet deswegen in den Hintergrund.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,9 Prozent höher auf 17.721 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P legte um ein Prozent auf 2062 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,8 Prozent auf 4872 Zähler. In Frankfurt schloss der Dax 0,8 Prozent höher bei 9761 Punkten. Der EuroStoxx50 gewann 0,6 Prozent auf 2942 Zähler.

Die richtungsweisende Ölsorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um bis zu vier Prozent auf 44,56 Dollar je Barrel (159 Liter). Beflügelt von den steigenden Ölpreisen rückten Exxon-Papiere um 1,2 Prozent und Chevron um 2,4 Prozent vor. Eine Begrenzung der Fördermengen wäre aber nur eine symbolische Geste, warnte Analyst Ric Spooner vom Brokerhaus CMC Markets. Damit ändere sich nichts an der weltweiten Überproduktion.

Bei den Einzelwerten verbilligten sich die Aktien von Alcoa um 2,7 Prozent. Niedrige Metallpreise und Kosten für Werksschließungen brockten der Aluminiumhütte einen Gewinneinbruch ein. Die Zahlen der vom früheren Siemens -Chef Klaus Kleinfeld geführten Firma bilden traditionell den Auftakt der US-Bilanzsaison und gelten als richtungsweisend.

Juniper Networks brachen mehr als sieben Prozent ein. Der US-Telekomausrüster machte vorläufigen Berechnungen zufolge wegen einer schwächelnden Nachfrage im ersten Quartal weniger Umsatz und Gewinn als erhofft.

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Steigender Ölpreis hebt die Laune der Anleger

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Im weiteren Wochenverlauf öffnen noch US-Großbanken wie JP Morgan und die Citigroup ihre Bücher. Deren Papiere hielten sich fast zwei Prozent im Plus, obwohl Investoren ebenfalls Enttäuschungen befürchten. Experten halten Gewinnrückgänge von 20 Prozent für möglich.

Die Anteilsscheine von Starbucks ließen 2,3 Prozent Federn, nachdem die Deutsche Bank das Papier auf "Halten" von zuvor "Kaufen" herabstufte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 980 Millionen Aktien den Besitzer. 2406 Werte legten zu, 599 gaben nach und 128 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,74 Milliarden Aktien 1902 im Plus, 925 im Minus und 159 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben im Zuge der steigenden Ölpreise nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 17/32 auf 98-19/32. Die Rendite stieg auf 1,781 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 30/32 auf 97-25/32 und rentierte mit 2,607 Prozent.

Von

rtr

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