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03.02.2015

23:18 Uhr

Börse New York

Steigende Ölpreise und Hellas treiben US-Börsen an

Griechenlands Blockadehaltung scheint allmählich aufzuweichen. In den USA beruhigt das die Investoren. Für Kauflaune sorgt darüber hinaus der Anstieg des Ölpreises. Die Wall Street notiert wieder deutlich im Plus.

Ein US-Händler zeigt es an: An der Wall Street steigen die Kurse – den Ölpreisen und Griechenland sei Dank. AFP

Wall Street

Ein US-Händler zeigt es an: An der Wall Street steigen die Kurse – den Ölpreisen und Griechenland sei Dank.

New YorkDie Hoffnung auf eine Lösung im Streit über Griechenlands Schuldenprobleme hat am Dienstag die Wall Street beflügelt. Die Anleger reagierten erleichtert auf Kompromiss-Signale, die die neue Regierung in Athen an die Adresse der internationalen Geldgeber richtete. Das von Finanzminister Yanis Varoufakis skizzierte Umschuldungsmodell stößt bei Vertretern der Euro-Zone allerdings auf Vorbehalte.

Für Unterstützung sorgte auch ein deutlicher Anstieg des Ölpreises. Ein Auslöser waren die geplanten Investitionskürzungen des britischen Ölkonzerns BP. Die Ankündigung schürte am Ölmarkt Erwartungen, dass das Überangebot eingedämmt wird.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 17.666 Punkten etwa 1,8 Prozent im Plus. Im Verlauf pendelte er zwischen 17.369 und 17.670 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 ging mit 2050 Zählern 1,4 Prozent höher aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq gewann 1,1 Prozent und schloss bei 4727 Punkten. In Frankfurt schloss der Dax mit fast 10.891 Zählern so hoch wie nie, ein Plus von 0,6 Prozent.

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Autowerte legten in den USA nach überraschend starken Absatzzahlen im Januar deutlich zu. So sorgte der gesunkene Benzinpreis für einen deutlichen Anstieg der Nachfrage. Der Kurs von General Motors stieg 2,6 Prozent, der von Ford 2,5 Prozent.

Zudem standen die Büroartikel-Händler Office Depot und Staples im Rampenlicht. Beide Unternehmen sind einem Pressebericht zufolge in fortgeschrittenen Fusionsverhandlungen. Die Aktien von Office Depot schossen 21,5 Prozent in die Höhe und Staples-Papiere um 10,9 Prozent.

Auch Twitter legte an der Börse einen Höhenflug hin. Der Kurznachrichtendienst kündigte an, dass Werbebotschaften künftig auch außerhalb des Dienstes zu sehen sein werden. Die Aktie des Internetunternehmens stieg um 6,2 Prozent.

Aetna gewannen 2,1 Prozent. Der drittgrößte Krankenversicherer erfüllte mit seinen Quartalsergebnissen die Markterwartungen und hob seine Gewinnprognose für dieses Jahr an.

DWS-Prognose: Konjunktur

Weltwirtschaft: Solides Wachstum

Nach Ansicht der Experten der DWS ist die Weltwirtschaft auf einem guten Weg. 2014 sollte zu einem soliden Jahr für die Anleger an den internationalen Finanzmärkten werden. „Die Bäume wachsen, aber sie wachsen nicht in den Himmel“, sagte Asoka Wöhrmann, Chefstratege und Geschäftsführer der Deutsche Asset & Wealth Management Investment GmbH.

Europa: Auf Erholungskurs

Im vergangenen Jahr habe der Patient Europa die Intensivstation verlassen, nun sei er endgültig auf dem Wege der Besserung - vor allem dank der Wirtschaftserholung in Südeuropa.

EU-Konjunktur: Kaum Inflation

Deswegen dürfte das Bruttoinlandsprodukt im Euro-Raum 2014 um 0,7 Prozent wachsen, so Wöhrmann. „Die Inflation dürfte niedrig bleiben, die Gefahr einer Deflation besteht nicht“, so der Chefstratege.

Deutschland: Keine Blase

„Eine Blase sehe ich nicht – nicht bei deutschen Aktien und auch nicht an den deutschen Immobilienmärkten“, sagte Wöhrmann. Die DWS empfiehlt den Anlegern für das kommende Jahr, ein Schwergewicht auf Aktien zu legen.

USA: Positiver Ausblick

Die Dynamik für höheres Wachstum weltweit dürfte im kommenden Jahr von den entwickelten Volkswirtschaften ausgehen, allen voran von den USA. Steht Amerika sich nicht durch einen Shutdown selbst im Weg, dürfte es den moderaten Wachstumskurs beibehalten.

Asien: Japan gewinnt

Japan wird eine größere Rolle als in den vergangenen Jahren spielen: Hier stehen die Strukturreformen der dritten Phase des Premierministers Shinzo Abe (Abenomics) im Kampf gegen die Deflation auf dem Programm.

China: Positive Impulse

Auch China wird mit einem Wachstum von 7,5 Prozent weiterhin für einen positiven Impuls für das globale Wachstum sorgen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 980 Millionen Aktien den Besitzer. 2478 Werte legten zu, 615 gaben nach, und 96 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,14 Milliarden Aktien 2029 im Plus, 753 im Minus und 91 unverändert.

Auch bei den US-Staatsanleihen stand die Lage in Griechenland im Fokus. Die zehnjährigen Papiere fielen um 1-1/32 auf 104-5/32. Sie rentierten mit 1,78 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 2-26/32 auf 113-9/32 und hatten eine Rendite von 2,38 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Herr Peter Spiegel

03.02.2015, 17:16 Uhr

"In den USA beruhigt das die Investoren.
Griechenlands Blockadehaltung scheint allmählich aufzuweichen. "

Die Amis Wissen doch gar nicht wo Griechenland ist und es ist völlig wurscht was die Griechen wollen sagen u.s.w.

Herr Peter Lorenz

04.02.2015, 07:12 Uhr

Leider kann man da nur noch mit dme Kopf schütte-

Herr Peter Lorenz

04.02.2015, 07:15 Uhr

Sry, einspaltige Kommentarzeilen sind ein Graus. HB 3.2.2015: „Für Kauflaune sorgt darüber hinaus der Anstieg des Ölpreises.“ - HB 16.1.2015: „Der fallende Ölpreis ist gut für die USA“ Mit anderen Worten: Es ist egal, wo der Ölpreis steht, es ist immer gut.

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