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04.11.2015

01:08 Uhr

Börse New York

Steigender Ölpreis gibt Wall Street Auftrieb

Die Rally der vergangenen Tage hat Kraft gekostet, doch es geht leicht bergauf. Nun wartet die Wall Street auf den Auftritt von Fed-Chefin Yellen. Bei den Einzelwerten liegt der Fokus auf dem Versicherer AIG.

Wie der Wall Street-Handel lief

Analysten sind trotz schwacher Bilanzen kauffreudig

Wie der Wall Street-Handel lief: Analysten sind trotz schwacher Bilanzen kauffreudig

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New YorkAnziehende Ölpreise haben die Wall Street am Dienstag gestützt. Zu den Gewinnern gehörten insbesondere Energiewerte, die enttäuschende Quartalszahlen von Firmen aus anderen Branchen in den Hintergrund drängten. Insgesamt dürfte die langsam endende Berichtssaison keine großen Impulse mehr liefern, sagte Michael Bapis vom Anlageberater Bapis Group. Die Investoren seien sich unschlüssig, welche Richtung sie einschlagen sollen. Wichtig seien nun der Auftritt von US-Notenbankchefin Janet Yellen vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses am Mittwoch sowie die Veröffentlichung des monatlichen Arbeitsmarktberichtes am Freitag.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel 0,5 Prozent höher bei 17.918 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg knapp 0,3 Prozent auf fast 2110 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte 0,35 Prozent auf 5145 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax kaum verändert mit 10.951 Punkten.

Unter den Kursgewinnern ragten Ölkonzerne heraus. Exxon legten 1,8 Prozent und Chevron 3,3 Prozent zu, weil Öl an den Rohstoffmärkten wieder teurer wurde.

Außerdem erholten sich Visa um 3,6 Prozent, nachdem milliardenschwere Pläne zum Rückkauf des Europageschäfts die Titel am Montag zugesetzt hatten.

Auf den Verkaufszetteln standen dagegen AIG, die 4,4 Prozent einbüßten. Der Gewinn des Versicherers lag deutlich unter den Prognosen von Analysten.

Die Papiere des Cornflakes-Herstellers Kellogg verbilligten sich um 3,6 Prozent, die des Mobilfunkkonzerns Sprint gar um sieben Prozent. Beide Unternehmen verfehlten mit ihren Quartalsumsätzen die Erwartungen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 940 Millionen Aktien den Besitzer. 1789 Werte legten zu, 1283 gaben nach und 135 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von zwei Milliarden Aktien 1676 im Plus, 1124 im Minus und 141 unverändert.

Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen stieg zwischenzeitlich auf 2,225 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit mehr als sechs Wochen. Analysten verwiesen darauf, dass viele Marktteilnehmer weiterhin im Dezember mit der ersten Zinserhöhung seit 2006 rechnen. Es wird erwartet, dass das die Preise von Anleihen belastet, die sich umgekehrt zu den Renditen entwickeln. Gegen Börsenschluss lag die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen bei 2,212 Prozent. Die Papiere verloren 8/32 auf 98-04/32. Der 30-jährige Bond gab 23/32 auf 97-21/32 nach und rentierte mit 2,994 Prozent.

Von

rtr

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