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09.02.2015

23:44 Uhr

Börse New York

Streit um Griechenland belastet Wall Street

Griechenlands Premier, Alexis Tsipras, sorgt auch in den USA für Turbulenzen und macht die Anleger nervös. Zusätzlich belastet dort Chinas schlechte Konjunktur die Märkte. Die wichtigsten Indizes schließen im Minus.

US-Händler blicken auf enttäuschende Kurse nach der Veröffentlichung wichtiger Unternehmenszahlen. dpa

Wall Street

US-Händler blicken auf enttäuschende Kurse nach der Veröffentlichung wichtiger Unternehmenszahlen.

New YorkSchwindende Aussichten auf eine Einigung im Schuldenstreit mit Griechenland haben zu Wochenbeginn auch die US-Börsen belastet. Die Nervosität wegen eines möglichen Euro-Austritts des Landes steige, sagte Analyst Andre Bakhos vom Broker Janlyn Capital.
Der neue Regierungschef Alexis Tsipras hat den bisherigen Sparkurs für gescheitert erklärt. Die britische Regierung spielt bereits auf höchster Ebene die Folgen eines „Grexit“ durch. Zudem drückten neben dem weiter schwelenden Ukraine-Konflikt enttäuschende Konjunkturdaten aus China die Stimmung. Sowohl Ein- als auch Ausfuhren sanken im Januar deutlich stärker als erwartet.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Abschlag von 0,5 Prozent bei 17.729 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,4 Prozent nach auf 2046 Zähler und auch der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,4 Prozent auf 4726 Stellen. Der Dax hatte 1,7 Prozent auf 10.663 Punkte verloren.

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Bei den Einzelwerten standen unter anderen Aktien des zweitgrößten US-Spielwarenherstellers Hasbro im Fokus, die sieben Prozent zulegten. Der Mattel -Rivale steigerte seinen Quartalsgewinn um rund ein Drittel und weitet sein Programm zum Rückkauf eigener Aktien aus.
Dagegen gaben Anteilsscheine von Alcoa 5,5 Prozent nach. JP Morgan stufte das Papier des Aluminiumherstellers auf „neutral“ von „overweight“ herunter.
Gegen den Markttrend legten Qualcomm um 1,1 Prozent zu. Der Chip-Hersteller wird Reuters-Informationen zufolge in China wegen Kartellverstößen wohl eine Milliarde Dollar zahlen, womit aber eine seit über einem Jahr dauernde Untersuchung der Behörden enden würde.

Die Deutschen und Aktien

Spekulationsobjekt

Eine aktuelle Studie der Direktbanken zeigt, dass Aktien von Privatanlegern weiterhin als extrem risikobehaftet wahrgenommen werden. Für 46 Prozent der Befragten ist die Aktie ein „rein spekulatives“ Anlageinstrument.

Quelle: „Aktion pro Aktie “

Geldanlage für Reiche

Eine Aktie ist für über die Hälfte der befragten Personen nur etwas für vermögende Investoren. 51 Prozent sind der Auffassung, dass eine Aktieninvestition nur für reiche Personen lukrativ ist.

Sicherheitsorientiert

Wenn sich deutsche Anleger für eine Investition in Aktien entscheiden, legen sie weiterhin den Fokus auf Sicherheit. 71 Prozent investieren konservativ und sicherheitsorientiert in Aktien.

Langfristige Wertsteigerung

Aktienkäufer in Deutschland lassen sich nicht von dem täglichen Auf-und Ab an den Märkten verführen. Sie hoffen auf eine langfristige Wertsteigerung. Die Studienergebnisse zeigen, dass 74 Prozent der Probanden höchstens zweimal im Jahr handeln.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,78 Milliarden Aktien den Besitzer. 1257 Werte legten zu, 1824 gaben nach und 123 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,64 Milliarden Aktien 1015 im Plus, 1730 im Minus und 127 unverändert.
US-Staatsanleihen gaben nach. Die zehnjährigen Bonds verringerten sich um 3/32 auf 102-16/32. Sie rentierten mit 1,966 Prozent. Die 30-Jährigen verloren 7/32 auf 109-18/32 und hatten eine Rendite von 2,540 Prozent.

Von

rtr

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