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16.09.2013

23:25 Uhr

Börse New York

Summers Ausscheiden beflügelt US-Börsen

Der überraschende Rückzieher des Ex-Finanzministers Lawrence Summers aus dem Rennen um den Vorsitz der US-Notenbank Fed sorgt für Euphorie an den US-Börsen. Die Geldflut könnte die Aktienkurse noch länger antreiben.

Börsianer nahmen das Ausscheiden von Lawrence Summers aus dem Rennen um den Vorsitz der US-Notenbank Fed mit Freuden entgegen. ap

Börsianer nahmen das Ausscheiden von Lawrence Summers aus dem Rennen um den Vorsitz der US-Notenbank Fed mit Freuden entgegen.

New YorkHoffnungen auf anhaltende Konjunkturstützen der US-Notenbank haben der Wall Street zum Wochenbeginn Kursgewinne beschert. Auslöser war der Rückzug des ehemaligen US-Finanzministers Lawrence Summers aus dem Rennen um die Nachfolge des Fed-Chefs Ben Bernanke.

Dies macht Fed-Vize-Chefin Janet Yellen zur Favoritin. An die Arbeitsmarktexpertin, die sich als Verfechterin einer lockeren Geldpolitik positioniert hat, knüpften die Anleger am Montag die Hoffnung, dass die Federal Reserve langsamer aus ihrem milliardenschweren Anleihenkaufprogramm aussteigen könnte. Die Flut billigen Geldes könnte damit die Aktienkurse noch länger antreiben. Hedgefonds-Manager Lex Van Dam bezeichnete den Summers-Rückzug als Startschuss für eine Jahresend-Rally.

Auch die Entwicklung in der Syrien-Diplomatie veranlasste die Anleger zu mehr Risikofreude. Russland und die USA hatten sich auf einen Plan zur Zerstörung der syrischen Chemiewaffen verständigt, der einen US-Militärschlag doch noch abwenden könnte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,8 Prozent höher mit knapp 15.495 Punkten aus dem Handel. Er bewegte sich zwischen 15.381 und 15.550 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,6 Prozent auf fast 1698 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq dagegen verlor 0,1 Prozent auf nahezu 3718 Punkte. In Frankfurt schloss der Dax 1,2 Prozent höher auf 8613 Zählern, nachdem er im Verlauf bis auf ein Rekordhoch von 8626 gestiegen war.

Die Börsen warten nun gespannt auf die bevorstehende geldpolitische Sitzung der Fed. Deren Offenmarktausschuss (FOMC) will am Mittwochabend verkünden, ob und wie stark die Notenbank ihre Wertpapier-Käufe drosseln wird.

Bislang kauft sie zur Ankurbelung der Konjunktur monatlich Staatsanleihen und Immobilienpapiere im Volumen von 85 Milliarden Dollar auf. Bernanke hatte angekündigt, den Geldhahn allmählich zuzudrehen, sofern sich die Wirtschaft weiter erholt. "Eine Drosselung von mehr als 15 Milliarden Dollar wäre negativ für den Aktienmarkt", sagte Anlagestratege Gerard Lane von Shore Capital.

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