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15.11.2011

22:21 Uhr

Börse New York

Tech-Werte vertreiben Euro-Angst an der Wall Street

Auch in den USA bleibt die europäische Schuldenkrise in den Köpfen der Börsianer. Allerdings ziehen die Technologie-Werte die Börse ins Plus. Die US-Anleger freuten sich vor allem über positive Konjunkturdaten.

Händler in New York hoffen, dass die guten US-Konjunkturdaten für Auftrieb sorgen. dpa

Händler in New York hoffen, dass die guten US-Konjunkturdaten für Auftrieb sorgen.

New YorkStarke Technologiewerte und gute Konjunkturdaten haben an der Wall Street die Sorgen über die Schuldenkrise in Europa etwas verdrängt. Nach einem schwachen Start sorgten die Titel von Unternehmen wie Apple, Microsoft und Oracle für einen positiven Abschluss. Auch die Ankündigung des designierten italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti, er werde am Mittwoch dem Präsidenten des Landes die Bildung einer neuen Regierung bestätigen, beruhigte die Händler.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent im Plus bei 12.096 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 12.165 und 12.001 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 legte knapp 0,5 Prozent zu mit 1257 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte 1,1 Prozent höher bei 2686 Stellen. Der Dax hatte 0,9 Prozent im Minus geschlossen bei 5933 Punkten.

Die ersten Stunden des Handels waren noch von der anhaltenden Sorge über die Entwicklung in Europa geprägt. Dort sei alles von Unsicherheit geprägt, sagte Bryant Evans von Cozad Asset Management. „Und die Märkte können Unsicherheit nie leiden.“ Insbesondere Italien stand im Fokus. Trotz hoher Arbeitslosigkeit und geringer Lohnzuwächse liefen die Geschäfte der US-Einzelhändler unerwartet gut. Sie nahmen im Oktober 0,5 Prozent mehr ein als im Vormonat, während Analysten lediglich mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet hatten. Zudem kommt die US-Industrie wieder etwas besser in Schwung. Der Konjunkturindex für das Verarbeitende Gewerbe im Schlüsselstaat New York stieg im November stärker als erwartet auf plus 0,61 von minus 8,48 Punkten. Das Barometer verließ damit erstmals seit Monaten den negativen Bereich.

Bei den Einzelwerten ging es erneut den Finanzwerten an den Kragen, die besonders unter den Unsicherheiten in der Euro-Zone leiden. Aktien der Citigroup fielen 1,3 Prozent.Ebenfalls abwärts ging es mit einem Minus von 2,4 Prozent für den Einzelhändler Wal-Mart. Der Konzern erfehlte beim Gewinn je Aktie die Erwartungen, lag beim Umsatz aber darüber. Gewinne verbuchten insbesondere Technologie-Werte. Apple-Aktien stiegen um 2,5 Prozent und Microsoft-Titel um 0,7 Prozent, nachdem bekannt wurde, dass zwei Aktienfonds ihre Bestände an den beiden Unternehmen erhöht hatten. Papiere von Oracle stiegen um zwei Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,8 Milliarden Aktien den Besitzer. 1894 Werte legten zu, 1094 gaben nach und 118 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,68 Milliarden Aktien 1701 im Plus, 814 im Minus und 114 unverändert.

Von

rtr

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