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22.03.2016

21:54 Uhr

Börse New York

Terror in Brüssel verunsichert US-Anleger

Von den Anschlägen in Brüssel haben sich US-Anleger nicht schrecken lassen – erst zum Schluss drehte der Dow ins Minus. Besonders zu leiden hatte die Reisebranche. Investoren wendeten sich einer Aktien-Alternative zu.

Die großen Indizes notieren im negativen Bereich. AFP; Files; Francois Guillot

Wall Street

Die großen Indizes notieren im negativen Bereich.

New YorkDie Wall Street hat am Dienstag den Terroranschlägen in der belgischen Hauptstadt Brüssel weitgehend getrotzt. Der Dow Jones Industrial hatte sich nach anfänglich leichten Verlusten ins Plus vorgearbeitet und sogar bei 17.648,94 Punkten ein Jahreshoch erreicht, bevor er wieder leicht ins Minus abbröckelte. Technologiewerte profitierten derweil von Gewinnen bei den Aktien von Apple. Islamistische Terroristen hatten in Brüssel mit Anschlägen mindestens 34 Menschen getötet.

"Das maue Wirtschaftswachstum weltweit - auch in den USA - steigert die Anfälligkeit des Marktes für jede Art von Terrorangriffen", sagte der Investmentstratege James Abate vom Fondsverwalter Centre Funds. Anleger nahmen Kurs auf die Krisenwährung Gold. Die Feinunze (31,1 Gramm) verteuerte sich um 0,3 Prozent auf 1247 Dollar.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent tiefer 17.583 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verringerte sich um 0,1 Prozent auf 2050 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte dagegen um 0,3 Prozent auf 4822 Punkte vor. In Frankfurt ging der deutsche Leitindex mit 9990,00 Punkten 0,4 Prozent höher aus dem Handel, der EuroStoxx50 schloss fast unverändert.

Bei den Einzelwerten gehörten die Fluggesellschaften und Reiseanbieter zu den größten Verlierern. Die Aktien von American Airlines, Southwest Airlines und Delta Airlines gaben 1,6 Prozent, 0,8 Prozent, beziehungsweise 1,5 Prozent nach. Die Papiere des Kreuzfahrtbetreibers Carnival Corp's büßten rund zwei Prozent ein und die Anteilsscheine des Reiseverkehrsportals Expedia um 1,8 Prozent.

Am Ende des Dow büßten die Papiere der Investmentbank Goldman Sachs mehr als 1 Prozent ein. Anteilsscheine des Kreditkarten-Anbieters American Express verloren rund 1 Prozent und die Aktien des Wettbewerbers Visa fielen um 1,10 Prozent.

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Apple -Anteilsscheine verteuerten sich um 0,8 Prozent. Mit dem neuen günstigeren und kleineren iPhone SE hofft der Konzern auf einen Erfolg in Schwellenländern wie China und Indien.

Der Eurokurs geriet nach den Anschlägen in Brüssel unter Druck und stand zuletzt bei 1,1219 US-Dollar. An der New York Stock Exchange wechselten rund 840 Millionen Aktien den Besitzer. 1393 Werte legten zu, 1595 gaben nach und 159 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,59 Milliarden Aktien 1337 im Plus, 1453 im Minus und 163 unverändert.

Die US-Kreditmärkte zeigten sich uneinheitlich. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 4/32 auf 97-7/32. Die Rendite stieg auf 1,935 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 8/32 auf 95-18/32 und rentierte mit 2,718 Prozent. Händler sprachen von dünnen Umsätzen vor den Osterfeiertagen.

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