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04.01.2017

08:29 Uhr

Börse New York

Trump gibt Ford-Aktie Aufwind

An ihrem ersten Handelstag im neuen Jahr überzeugt die Wall Street. Die 20.000-Punkte-Marke – der Dow-Jones-Dauerflirt – ist wieder in Sichtweite. Besonders gut läuft es für Ford-Anleger.

Wie der Wall Street-Handel lief

Ford legt nach Trump-Tweet den Rückwärtsgang ein

Wie der Wall Street-Handel lief: Ford legt nach Trump-Tweet den Rückwärtsgang ein

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New YorkDie US-Börsen sind mit Gewinnen in das neue Jahr gestartet. Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten schloss 0,6 Prozent höher auf 19.881 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,8 Prozent auf 2257 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,8 Prozent auf 5429 Punkte.

Bei den Einzelwerten standen die Titel des Automobilherstellers Ford im Fokus der Anleger. Nach der scharfen Kritik Trumps streicht Ford eine geplante Milliardeninvestition in Mexiko. Ein 1,6 Milliarden Dollar teures Werk in San Luis Potosi soll nicht gebaut werden. Statt dessen sollen 700 Millionen Dollar in ein Werk im US-Bundesstaat Michigan investiert werden. Ford-Anteilsscheine verteuerten sich um fast vier Prozent.

Bei den Einzelwerten standen außerdem Finanzkonzerne auf den Kauflisten: So legte die Bank of America um knapp zwei Prozent zu. Hintergrund war eine Mitteilung der Barclays-Analysten, die ihre Kursziele für die Aktien erhöhten. Xerox legten fast 20 Prozent zu. Der Drucker-Spezialist erhält im Rahmen der Abspaltung seiner Dienstleistungssparte Conduent 1,8 Milliarden Dollar in bar. Das Geld solle zum Schuldenabbau genutzt werden.

Für gute Stimmung sorgten am ersten Handelstag von 2017 zudem ermutigende Zahlen von der chinesischen Industrie. Außerdem nahm die US-Industrie im Dezember deutlich Tempo auf und wuchs so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanager-Index stieg überraschend kräftig auf 54,7 Punkte von 53,2 im Vormonat. Das Barometer signalisiert mit mehr als 50 Punkten Wachstum. „Der vierte Anstieg in Folge ist erfreulich“, sagte Ökonom Ulrich Wortberg von der Landesbank Helaba. Dies bestätige das „Szenario eines fortgesetzten Wirtschaftswachstums“.

Auch die Bauausgaben in den USA legten im November stark zu. Sie kletterten um 0,9 Prozent zum Vormonat und erreichten mit 1,18 Billionen Dollar den höchsten Stand seit zehneinhalb Jahren. Der künftige US-Präsident Donald Trump will die Konjunktur in den kommenden Jahren neben Steuersenkungen vor allem mit einem billionenschweren Infrastrukturprogramm beflügeln.

Gestützt auf ermutigende Konjunkturdaten griffen auch Anleger in Europa zu. Der Londoner Auswahlindex FTSE meldete sich am Dienstag mit einem Rekordhoch von 7205,45 Punkten aus dem verlängerten Neujahrswochenende zurück. Der Dax stieg zeitweise auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 11.637,37 Zählern, schloss wegen Gewinnmitnahmen aber 0,1 Prozent im Minus bei 11.584 Stellen. Der EuroStoxx50 gewann dagegen 0,2 Prozent auf 3315 Punkte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 990 Millionen Aktien den Besitzer. 2297 Werte legten zu, 708 gaben nach und 102 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,87 Milliarden Aktien 1851 im Plus, 1034 im Minus und 190 unverändert.

Die US-Kreditmärkte zeigten sich uneinheitlich. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 4/32 auf 96-3/32. Die Rendite stieg auf 2,4463 Prozent. Der 30-jährige Bond rückte um 6/32 auf 96-24/32 vor und rentierte mit 3,0413 Prozent.

Von

rtr

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