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15.02.2017

23:08 Uhr

Börse New York

Trumps Steuerversprechen heizen Rekordjagd an

Die Rekordjagd der US-Börsenbarometer geht munter weiter. Auftrieb gaben positive Konjunkturdaten und Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zur Steuerpolitik. Die Pepsico-Prognose enttäuschte allerdings.

Wie der Wall Street-Handel lief

Rekorde soweit das Auge reicht

Wie der Wall Street-Handel lief: Rekorde soweit das Auge reicht

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New YorkDie Wall Street hat ihre Rekordrally am Mittwoch fortgesetzt. Auftrieb gaben ermutigende Konjunkturdaten und Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zur Steuerpolitik. Bei einem Treffen mit den Chefs von Einzelhandelskonzernen bekräftigte Trump, er werde die Abgaben senken und das Steuersystem vereinfachen. Ferner untermauerten neue Zahlen zu Einzelhandelsumsatz und Inflation die robuste Verfassung der US-Wirtschaft.

US-Notenbankchefin Janet Yellen erneuerte eine Erklärung vom Dienstag, die die Finanzmärkte auf weitere Zinsanhebungen vorbereiten soll. Aktienhändler Neil Massa vom Vermögensverwalter Manulife Asset Management äußerte die Einschätzung, dass nun auch eine Erhöhung bei dem Fed-Treffen im März nicht ausgeschlossen sei.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,5 Prozent höher auf 20.611 Punkten. Der breiter gefasste S&P legte um 0,5 Prozent auf 2349 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,6 Prozent auf 5819 Zähler. In Frankfurt schloss der Dax 0,2 Prozent höher auf knapp 11.794 Punkten.

Die Aktien des Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble legten 3,7 Prozent zu. Anleger reagierten mit Käufen auf den Einstieg des Investors Trian Fund, der sich gerne aktiv in die Firmenpolitik einmischt.

Mehr als 28 Prozent schossen Fortress in die Höhe. Der Finanzinvestor wird vom japanischen Internet- und Mobilfunkkonzern SoftBank übernommen.

Die schlechtesten Anlagen 2016

Sparbuch

Seit Jahren lässt sich mit dem Sparbuch nichts mehr verdienen. So war es auch 2016. Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro anlegt hat einen Gewinn von gerade mal 50 Euro – entsprechend von 0,05 Prozent gemacht. Immerhin verloren Anleger aber zumindest nominal – also ohne Berücksichtigung der Inflation – auch nichts.

Alle Angaben ohne Transaktionskosten. Stand 30.12.2016

Mexikanischer Peso

Dem mexikanischen Peso – dem zweitgrößten Verlierer der Hauptwährungen zum Euro – machte der Wahlsieg von Donald Trump zum US-Präsidenten zu schaffen. Kein Wunder, die USA sind Mexikos wichtigster Handelspartner, doch Trump will den Handel massiv besteuern und die Grenzen zu Mexiko dichter machen- auch wenn zuletzt vom dem im Wahlkampf propagierten Mauerbau nichts mehr zu hören war. Wer zu Jahresbeginn 100.000 Euro in mexikanischen Peso anlegt, verfügte Ende des Jahres jetzt nur noch über 89.510 Euro.

Britisches Pfund

Das knappe Votum der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union schockte am 24. Juni Europa die ganze westliche Welt. Der britische Aktienmarkt erholte sich – wie auch andere europäische Börsen – von dem Schock zwar recht schnell und legte zweistellig zu. Doch das britische Pfund selbst steht weiter unter massivem Druck. Zum Euro hat es in diesem Jahr gut 13 Prozent verloren und damit so viel wie keine andere Hauptwährung. Aus 100.000 in Pfund investierten Euro wurden so nur noch 86.980 Euro.

Aktien China

Der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft verunsichert Anleger weltweit seit anderthalb Jahren. Das spiegelt sich auch der Börse wider. Der Leitindex CSI 300, der die 300 größten Aktien Festlandchinas erfasst, verlor über elf Prozent. Da gleichzeitig der Yuan zum Euro weiter abwertete, bleiben Anlegern die 100.000 Euro in den Index investiert haben, nur 85.450Euro übrig.

Aktien Ägypten

In Ägypten gab die Zentralbank den Wechselkurs im November frei, das ägyptische Pfund stürzte ab. Der ägyptische Leitindex EGX 30 gewann zwar über 70 Prozent - Euro Anleger hatten aber am Jahresende von 100.000 investierten Euro nur noch 79.570 Euro übrig.

Aktien Ghana

Der Aktienindex der ebenfalls sehr kleinen Börse in Ghana, verlor ebenfalls stark. Von 100.000 Euro bleiben nur 77.840 Euro übrig. Die agrarisch strukturierte Wirtschaft des als Musterdemokratie auf dem Kontinent geltenden Landes, schrumpft. Das Land ist stark vom Export von Rohstoffen wie Gold, Öl, Kakao und Edelhölzern abhängig. Dabei steigen zwar im vergangenen Jahr viele Rohstoffpreise, doch der Kakaopreis brach um fast ein Drittel ein.

Aktien Nigeria

Deutsche Anleger, die 2016 an der kleinen nigerianischen Börse 100.000 Euro investierten, hatten Ende des Jahres nur noch 61.390 Euro auf dem Konto. Das lag vor allem daran, dass die Währung Naira im Sommer einbrach, nachdem die Zentralbank die Anbindung der heimischen Währung an den Dollar aufgab.

Die Kurse der Fluggesellschaften Southwest, United Continental, American Airlines und Delta legten zwischen 2,0 und 3,58 Prozent zu. Zuvor hatte die Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway des bekannten Investors Warren Buffett den Kauf von Anteilen an diesen Firmen bekanntgegeben.

Auch Twitter standen auf der Gewinnerseite mit einem Plus von 1,33 Prozent. Zuvor hatte Konzernchef Jack Dorsey mitgeteilt, Twitter-Aktien im Wert von rund sieben Millionen Dollar erworben zu haben.

Pepsico gaben dagegen 0,17 Prozent nach. Der Brause- und Snackhersteller präsentierte zwar einen Quartalsgewinn über den Markterwartungen. Aber die Ergebnisprognose für dieses Jahr ist weniger optimistisch als die von Analysten.

AIG stürzten um neun Prozent ab. Der Quartalsverlust des Versicherungsriesen fiel höher aus als erwartet.

Unter Druck standen auch Papiere von Fossil, die um 14,8 Prozent einbrachen. Der Uhrenhersteller verfehlte im wichtigen Weihnachtsgeschäft die Umsatzerwartungen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 844 Millionen Aktien den Besitzer. 1741 Werte legten zu, 1209 gaben nach und 143 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,07 Milliarden Aktien 1828 im Plus, 1022 im Minus und 237 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben in der Erwartung einer baldigen Zinserhöhung weiter nach. Die zehnjährigen Papiere fielen um 7/32 auf 97-25/32. Sie rentierten mit 2,5 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 13/32 auf 98-11/32 und hatten eine Rendite von 3,08 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Baron v. Fink

16.02.2017, 09:18 Uhr

Wie vorhergesagt, das Geld fließt zurück ins Land, der Opel-Popel bleibt zurück, so geht das mit dem Aufschwung und kostet nichts. Bis die EU-Räte verstehen was los ist sind wir Investoren schon wieder weg. Ex-Cum Cum Cum Bumm. Ha Ha Ha

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