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06.03.2017

23:36 Uhr

Börse New York

Trumps Vorwürfe gegen Obama belasten US-Börsen

Der Dow-Jones-Index hat den Montag im Minus abgeschlossen. Gründe waren hohe Aktienbewertungen, nordkoreanische Raketentests und der Abhör-Streit zwischen Trump und Obama. Auch der Höhenflug von Snap ist vorerst beendet.

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New YorkDie Abhör-Vorwürfe von US-Präsident Donald Trump gegen seinen Vorgänger Barack Obama haben am Montag die US-Börsen belastet. Anleger sorgten sich, die Regierung Trump beschäftige sich zu sehr mit anderen Dingen als den angekündigten Steuersenkungen sowie dem Abbau von Regulierungen, sagte Rick Meckler, Finanzmarktexperte bei Liberty View Capital Management.

Die US-Börsen haben seit Trumps Wahl im November stark zugelegt, weil Investoren auf die Umsetzung angekündigter Pläne setzen. Am Wochenende hatte Trump seinem Vorgänger Barack Obama via Twitter vorgeworfen, er habe ihn abhören lassen. Das verunsichert die Anleger ebenso wie die Probleme, die Trump bei der Besetzung von Regierungsposten hat.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,24 Prozent tiefer bei 20.954 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,32 Prozent auf 2375 Zähler nach, der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,37 Prozent auf 5849 Stellen. Der Dax in Frankfurt hatte 0,6 Prozent tiefer bei 11.958 Punkten geschlossen.

Händler erklärten die Zurückhaltung der US-Anleger auch mit den immer höheren Bewertungen für US-Aktien. So werden die Papiere im Index S&P inzwischen zum 18-fachen der Gewinnprognosen der Unternehmen gehandelt. Der langjährige Durchschnitt liegt hingegen nur beim 15-fachen. Nach den nordkoreanischen Raketentests lastete zudem die Sorge vor steigenden geopolitischen Spannungen auf dem Markt.

Bei den Einzelwerten lagen Aktien von General Motors nach anfänglichen Zugewinnen 0,8 Prozent tiefer. Der US-Autobauer verkauft seine verlustreiche Europa-Tochter Opel an den französischen Peugeot-Konzern.

Der Höhenflug der Snapchat-Mutter Snap endete am Montag zunächst. Die Papiere des Messaging-Dienstes, die am Donnerstag ihr Börsendebüt gefeiert und zu 17 Dollar verkauft wurden, schlossen mit 23,77 Dollar rund zwölf Prozent niedriger und damit unter ihrem Debütkurs von 24 Dollar.

Unter Druck standen zudem Aktien des Nahrungsmittel-Herstellers Tyson Foods, die 2,5 Prozent verloren. Grund ist der Ausbruch der Vogelgrippe bei einem Hühnerzüchter, der Tyson zuliefert.

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Delta gaben 2,5 Prozent nach. Die zweitgrößte US-Fluggesellschaft hat sich vorsichtiger als bislang zu den Geschäftsaussichten für das laufende Quartal geäußert.

Netflix legten hingegen zwei Prozent zu. Die Bank UBS hat die Papiere der Online-Videothek auf "kaufen" hochgestuft.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 800 Millionen Aktien den Besitzer. 891 Werte legten zu, 2070 gaben nach und 124 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,76 Milliarden Aktien 839 im Plus, 2059 im Minus und 171 unverändert.

An den US-Kreditmärkten notierten die zehnjährigen Staatsanleihen kaum verändert auf 97-28/32. Sie rentierten mit 2,493 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen 1/32 auf 98-3/32 und hatten eine Rendite von 3,098 Prozent.

Von

rtr

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