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17.07.2014

22:39 Uhr

Börse New York

Ukraine-Krise drückt Dow unter 17.000

Die US-Börse ächzt unter der Ukraine-Krise, Sorgen um Nahost kommen hinzu. Der Dow-Jones, dem man zuvor noch ein neues Allzeithoch zugetraut hatte, sackte zum Börsenschluss wieder unter 17.000 Punkte.

Die US-Börsen sinken: Anleger und Händler sind wegen der Sanktionen der USA gegen Russland verunsichert. AFP

Die US-Börsen sinken: Anleger und Händler sind wegen der Sanktionen der USA gegen Russland verunsichert.

New YorkAus Furcht vor einem Wirtschaftskrieg zwischen dem Westen und Russland haben sich Anleger am Donnerstag aus US-Aktien zurückgezogen. Für zusätzliche Verunsicherung sorgte die Meldung über den Abschuss eines malaysischen Passagierflugzeugs in der Ostukraine, wo sich Regierungstruppen und pro-russische Separatisten heftige Kämpfe liefern.

Außerdem wies der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu das Militär an, eine Bodenoffensive im Gazastreifen zu starten. Zudem kühlt sich die Baukonjunktur in den USA wegen höherer Zinsen für Immobilienkredite ab. Die Zahl neu begonnener Wohnungsbauten fiel im Juni um 9,3 Prozent auf eine Jahresrate von 893.000 Einheiten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,9 Prozent tiefer auf 16.976 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 fiel 1,2 Prozent auf 1958 Stellen, der Index der Technologiebörse Nasdaq 1,4 Prozent auf 4363 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 1,1 Prozent tiefer bei 9753 Punkten. Der EuroStoxx50 gab 1,4 Prozent auf 3157,82 Zähler nach.

Die Sanktionen des Westens und angedrohte Gegenmaßnahmen Russlands gefährdeten die Weltwirtschaft, sagte Niall Delventhal, Analyst des Brokers DailyFX. "Eine noch weitere Verschlechterung der Beziehungen würde zudem Erinnerungen an die Zeiten des Kalten Krieges wieder hochkommen lassen und die internationalen Finanzmärkte langfristig belasten."

Stellenabbau bei Microsoft kommt bei Anlegern nicht gut an

Die Aktien der UnitedHealth Group zogen an der Spitze des Dow Jones um 1,61 Prozent an. Die Belastungen durch die Gesundheitsreform in den USA hatten dem Krankenversicherer weniger zugesetzt als befürchtet.

Bei den US-Einzelwerten verteuerten sich Microsoft -um rund ein Prozent. Der Konzern streicht nach der Nokia-Übernahme 18.000 Stellen, 14 Prozent der gesamten Belegschaft.

Auch Ebay überzeugte die Anleger mit dem jüngsten Geschäftsbericht: die Aktien verteuerten sich im Nasdaq 100 um 0,65 Prozent. Trotz der Belastungen durch einen Hackerangriff hatte der Online-Handelskonzern vor allem dank seines erfolgreichen Bezahldienstes PayPal den Umsatz gesteigert. Der Gewinn war ebenfalls nach oben geklettert.

Kommentare (1)

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Herr Mmnews De

17.07.2014, 16:08 Uhr

Wollen die USA einen NATO-Krieg mit Russland?

Trotz WM-Euphorie ist die Gefahr eines 3. Weltkrieges größer denn je. In Zeiten immenser Staatsverschuldung und leerer Staatskassen wurden in der Vergangenheit immer große Kriege geführt, angepasst an den Grad der Gier ihrer Initiatoren.

Die USA sind im freien Fall und dabei ihre Weltherrschaft an China & Russland abzutreten.
Unter diesem Gesichtspunkt sind unter anderen der Syrien- und der Ukrainekonflikt zu sehen.

Die USA agieren seit Jahrzehnten nach dem Motto: „Unser Dollar, aber euer Problem!“, indem sie nach dem durch die private FED inszenierten „fiat money“-System wertvolle Rohstoffe gegen „wertlose“ Dollar tauschen.

Mit ihrer privaten Weltwährung Dollar musste jedes Land der Welt im internationalen Zahlungsverkehr sich Rohstoffe bezahlen lassen und die private FED konnte dafür ohne Ende bunte Papierdollar drucken.

Gegen die Länder, die in der Vergangenheit nicht an diesem Spiel teilhaben wollten, sondern ihre Rohstoffe für andere Währungen weggaben, wurde ein Krieg inszeniert (Irak, Afghanistan, etc.)

In der Tat besteht derzeit eine Gefahr, dass ein 3. Weltkrieg sich an den aktuellen Konflikten entzünden könnte. In der Jelzin-Ära sind die Amis in Russland schon fast am Ziel gewesen, da sie über Beteiligungen an den Schlüsselindustrien wie Öl und Gas, aber auch den Medien, schon einen großen Profit aus dem Land gezogen hatten.

Das änderte sich als Putin an die Macht kam.
Er bekämpfte mit nationaler Wirtschaftspolitik und Antispekulationsmaßnahmen das alte System und re-verstaatlichte bedeutende Vorkommen an Bodenschätzen und sicherte dem russischen Staat Mehrheitsbeteiligungen an der Energiewirtschaft und anderen Schlüsselindustrien.

Aus diesem Grund ist Putin den USA ein Dorn im Auge und wird deswegen in den Medien verteufelt.
Da sollte man sich mal die Frage stellen, wem gehören eigentlich die Medien?

http://www.mmnews.de/index.php/politik/19125-10000-auf-mahnwache-berlin-#14055995469512&if_height=9665

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