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20.12.2013

23:37 Uhr

Börse New York

Und es folgen die nächsten Rekorde

Die Wall Street setzt ihre Rekordjagd fort. Nach dem moderaten Zurückfahren der Fed-Anleihenkäufe herrscht wieder Kauflaune. Die US-Wirtschaft wächst stark. Blackberry legt schwache Zahlen vor und wird sogar belohnt.

Broker an der Wall Street: Die Aktionäre zeigen sich in Kauflaune, denn der Konjunktur geht es immer besser und der Geldfluss der Fed wird auch nicht so schnell versiegen. AFP

Broker an der Wall Street: Die Aktionäre zeigen sich in Kauflaune, denn der Konjunktur geht es immer besser und der Geldfluss der Fed wird auch nicht so schnell versiegen.

New YorkDank starker Konjunkturdaten hat die Wall Street am Freitag ihre Rekordjagd fortgesetzt. Der Dow Jones und S&P-500 markierten dabei Allzeithochs und verließen den Handel auch auf den höchsten Schlusskursen ihrer Geschichte. Das Bruttoinlandsprodukt der weltgrößten Volkswirtschaft legte im dritten Quartal so stark zu wie seit fast zwei Jahren nicht - mit einer aufs Jahr hochgerechneten Rate von 4,1 Prozent. Dies stärkte die Anleger in ihrer Überzeugung, dass die Konjunktur in den USA die eingeleitete Abkehr von der ultra-lockeren Geldpolitik verkraften kann.

"Trotz der Drosselung ihrer Wertpapierkäufe pumpt die Fed immer noch monatlich 75 Milliarden Dollar in die Märkte", betonte Aktienhändler David Thebault vom Brokerhaus Global Equities. Da die Finanzkrise nun überwunden sei, die Geldpolitik der Notenbanken locker bleibe und die Konjunktur anziehe, rechne er für 2014 mit weiteren Kursgewinnen am Aktienmarkt.

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Der Leitindex Dow Jones stieg 0,3 Prozent auf 16.221 Punkte und damit erstmals über die Marke von 16.200 Stellen. Im Verlauf pendelte er zwischen 16.178 und 16.287 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 tendierte mit 1818 Zählern 0,5 Prozent im Plus. Die Technologiebörse Nasdaq verließ den Handel bei 4104 Punkten, ein Plus von 1,2 Prozent. Im Wochenvergleich legte der Dow 3,1 Prozent zu, der S&P 2,5 und die Nasdaq 2,6 Prozent.

Für den Dow war es die stärkste Woche seit September und für den S&P die beste seit Juli. Dem Dax fehlten zum Handelsschluss nach einem Anstieg um 0,7 Prozent auf 9400,18 Punkte knapp 25 Zähler zum Rekordhoch.

Zum starken Wirtschaftswachstum sagte Ken Polcari von O'Neil Securities: "Das ist sehr überraschend und irgendwie losgelöst. Eigentlich macht es keinen Sinn, aber die Zahl steht nun einmal da und verbreitet Euphorie." Wegen eines mehrfachen Verfallstages von Optionen war das Handelsvolumen hoch.

Bei den Einzelwerten waren Aktien des US-Softwarekonzerns Red Hat gefragt. Der weltgrößte Verkäufer von Linux-Betriebssystemen hob seine Jahresprognose an und gab für das dritte Geschäftsquartal einen überraschend hohen Gewinn bekannt. Die Aktie schoss 15 Prozent in die Höhe.

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Trotz eines Milliardenverlusts sprangen die Aktien des angeschlagenen Smartphone-Pioniers BlackBerry ebenfalls um rund 15 Prozent nach oben. Der kanadische Konzern, der auch an der Wall Street gelistet ist, verkaufte im abgelaufenen Quartal zwar nur 4,3 Millionen Smartphones und damit 1,6 Millionen Geräte weniger als im Vorquartal. Anleger setzten jedoch große Hoffnungen in eine neue Allianz mit dem weltgrößten Auftragsfertiger Foxconn.

Titel von Walgreen zogen vier Prozent an, nachdem die größte US-Drogeriekette einen Umsatzanstieg vermeldete.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,97 Milliarden Aktien den Besitzer. 2298 Werte legten zu, 737 gaben nach und 110 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 3,14 Milliarden Aktien 1903 im Plus, 722 im Minus und 102 unverändert.

Von

rtr

Kommentare (1)

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JoR

21.12.2013, 10:04 Uhr

"Das Bureau of Economic Analysis berichtete heute in einer dritten Schätzung Daten zum Bruttoinlandsprodukt der USA für Q3 2013. In Q3 2013 stieg das reale BIP mit einer annualisierten Rate (auf das Jahr hochgerechnet) von saisonbereinigten +4,1%. Nach herkömmlicher europäischer Lesart entspricht dies einem saisonbereinigtem Wachstum von +1,025% zum Vorquartal und damit einem etwas mehr als dreimal so hohem Wachstum wie in Deutschland. Unabhängig von potentieller Überzeichnung der US-BIP-Daten und davon, dass mehr als ein Drittel des Wachstums nur auf steigende Lagerbestände zurückging, die US-Unternehmensgewinne sind heftig und generieren wie die ehemaligen “Zombie-Banken” neue Rekordgewinne."

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