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16.06.2014

23:59 Uhr

Börse New York

Unruhen und Fusionen lassen Kurse um die Null tanzen

Eine Reihe von Übernahmen hat die US-Aktienkurse am Montag angetrieben. Doch die Unruhen im Irak und in der Ukraine bremsten die Stimmung. Die US-Börsen schlossen dennoch etwas fester.

Am Montag herrschte verhaltene Stimmung auf dem New Yorker Börsenparkett. AFP

Am Montag herrschte verhaltene Stimmung auf dem New Yorker Börsenparkett.

New YorkEine Reihe von Milliardenübernahmen hat am Montag die Stimmung an der Wall Street aufgehellt. Die Börsenbarometer drehten ins Plus, nachdem die Anleger Gefallen am jüngsten Fusionsfieber fanden. Zuvor hatte noch die Furcht vor einem Bürgerkrieg im Irak überwogen.

Auch der Ukraine-Konflikt drückte auf die Stimmung: Russland hatte nach ukrainischer Darstellung seine Gaslieferungen an das Nachbarland eingestellt. Die Krisen bremsten die Börsenbarometer auf ihrem Weg nach oben aus, Anleger blickten bange auf den Ölpreis.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 16.802 und einem Tief von 16.722 Punkten. Er ging praktisch unverändert auf 16.781 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,1 Prozent auf 1937 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte 0,2 Prozent auf 4321 Punkte vor. Der Dax in Frankfurt verlor 0,3 Prozent auf 9883 Zähler. Der besonders beachtete Ölpreis blieb bei 106,71 Dollar je Barrel US-Rohöl kaum verändert.

Fusionen in Technologie- und Pipelinebranche

An der Wall Street stand vor allem der US-Medizintechnik-Konzern Medtronic im Blickpunkt. Er verringert mit seinem knapp 43 Milliarden Dollar schweren Kauf des in Dublin ansässigen Unternehmens Covidien den Abstand zum Marktführer Johnson & Johnson. Nach der Fusion verlagert Medtronic seinen Sitz ebenfalls nach Irland und verschafft sich damit Steuervorteile. Covidien-Aktien verteuerten sich um gut ein Fünftel. Medtronic-Aktien gaben dagegen 1,1 Prozent nach.

Der US-Datenspeicher-Hersteller SanDisk baut mit einer 1,1 Milliarden Dollar schweren Übernahme der Firma Fusion-io sein Geschäft mit Chips für Mobilgeräte aus. SanDisk-Papiere legten 3,6 Prozent zu, Fusion-io-Anteilsscheine schossen gut 22 Prozent in die Höhe.

Auch in der US-Pipelineindustrie kommt es zu einer Milliardenfusion. Die Betreibergesellschaft Williams Companies will für fast sechs Milliarden Dollar die Kontrolle über Access Midstream Partners übernehmen. Williams-Anteilsscheine stiegen knapp 19 Prozent.

Im Bieterrennen um die französischen Industrie-Größe Alstom fordern Siemens und Mitsubishi den US-Konzern General Electric mit einem gemeinsamen Gebot heraus. GE-Aktien gaben 0,8 Prozent nach.

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An der New York Stock Exchange wechselten 603 Millionen Aktien den Besitzer. 1542 Werte legten zu, 1485 gaben nach, 146 blieben unverändert. An der Nasdaq wurden 1,7 Milliarden Aktien umgesetzt. 1396 Titel legten zu, 1235 gaben nach, 140 notierten unverändert.

Die Ungewissheit über den Ausgang der Konflikte im Irak und in der Ukraine ließ die Anleger bei den als sicher geltenden US-Staatsanleihen zugreifen. Hier wurden die Gewinne allerdings durch positive US-Konjunkturdaten begrenzt, die den Bedarf an risikoarmen Anlagen schmälerten. Die zehnjährigen Bonds stiegen um 1/32 auf 99-04/32. Sie rentierten mit 2,601 Prozent. Die 30-jährigen Papiere kletterten 13/32 auf 99-19/32 und hatten eine Rendite von 3,396 Prozent.

Von

rtr

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