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12.06.2012

22:24 Uhr

Börse New York

Unruhige Wall Street macht Boden gut

Trotz der Sorge um Spanien und Griechenland baute der Dow Jones seine Gewinne aus. Anleger erwarten mit Spannung die Wahl in Griechenland, die diesen Sonntag über den Verbleib in der Euro-Zone entscheiden könnte.

Die Börsianer an der Wall Street beginnen den Handel mit einem Lächeln. Der Grund hierfür sind die Aufschläge zum Handelsstart. Reuters

Die Börsianer an der Wall Street beginnen den Handel mit einem Lächeln. Der Grund hierfür sind die Aufschläge zum Handelsstart.

DüsseldorfDie US-Börsen haben trotz der anhaltenden Unsicherheit über den Verlauf der europäischen Schuldenkrise am Dienstag deutlich zugelegt. In einem unruhigen Handel langten Schnäppchenjäger bei zuletzt gebeutelten Energie-, Industrie- und Finanzaktien zu. Einige Anleger äußerten sich erneut erleichtert über den Hilfsantrag Spaniens für seine maroden Banken.

Gleichzeitig jedoch zeigten sich die Börsianer vor der am Sonntag anstehenden Wahl in Griechenland nervös. „Wir befinden uns in einer volatilen Wartestellung“, sagte Cort Gwon von HudsonView Capital Management. „Die Gefühlslage ändert sich derzeit sehr schnell. Jede neue Nachricht könnte einen Kurswechsel verursachen.“

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss mit einem Plus von 1,3 Prozent bei 12.573 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Marktbarometer zwischen 12.411 und 12.577 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1.324 Punkten, ein Aufschlag von 1,2 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann ebenfalls 1,2 Prozent und ging mit 2.843 Punkten aus dem Handel. Der Dax in Frankfurt gewann 0,3 Prozent auf 6.161 Zähler.

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Das Handelsvolumen blieb zuletzt relativ gering. Viele Anleger halten sich nicht nur wegen der Euro-Krise zurück, sondern auch wegen der zunehmenden Anzeichen für eine Abkühlung der Weltkonjunktur. So hatte der S&P 500 im Mai mehr als sechs Prozent abgegeben. Auch die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA fielen ernüchternd aus - vor allem vom entscheidenden Arbeitsmarkt.

„Es wird einfach keinen eindeutigen Antrieb für die Märkte geben, bevor wir nicht Klarheit über Griechenland und die Details der Spanien-Hilfen haben“, sagte David Carter von Lenox Wealth Advisors. „Bis dahin treiben wir ohne Überzeugung mal in die eine und mal in die andere Richtung.“

Bei den Energiewerten gehörte Valero Energy mit einem Zuwachs von fast zwei Prozent zu den gefragten Titeln. Papiere von Halliburton legten 2,3 Prozent zu. Unter den Industrietiteln tat sich Boeing mit einem Plus von 3,5 Prozent hervor. Bei den Finanzwerten war besonders die Aktie der Citigroup mit einem Sprung von 4,3 Prozent gefragt.

Unter die Räder kam dagegen die Aktie des Internetspiele-Anbieters Zynga. Das Papier verlor mehr als zehn Prozent und notierte auf dem schwächsten Stand seit dem Börsengang im Dezember. Zunehmende Zweifel am Boom der Online-Spiele ließen Anleger an der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells zweifeln. Nach dem starken Einbruch wurde der Handel mit der Zynga-Aktie eingeschränkt.

Gewinne verbuchte dagegen die Aktie des Bekleidungskonzerns Michael Kors. Das Unternehmen überzeugte mit guten Geschäftszahlen und einem optimistischen Ausblick und wurde dafür mit einem Kursplus von 7,6 Prozent belohnt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 720 Millionen Aktien den Besitzer. 2.341 Werte legten zu, 654 gaben nach und 101 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,58 Milliarden Aktien 1.727 im Plus, 760 im Minus und 108 unverändert.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Video: Wie der Wall-Street-Handel lief

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