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18.05.2017

23:30 Uhr

Börse New York

US-Aktienmärkte erholen sich

Neue Enthüllungen in der Russland-Affäre von US-Präsident Donald Trump haben die Wall Street am Donnerstag zunächst belastet. Doch die Stimmung wurde besser. Dazu trug auch der US-Einzelhändler Wal-Mart bei.

Markus Koch exklusiv

Wie wahrscheinlich ist die Amtsenthebung von Donald Trump?

Markus Koch exklusiv: Wie wahrscheinlich ist die Amtsenthebung von Donald Trump?

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New YorkDie US-Börsen haben sich am Donnerstag leicht erholt. Die Stimmung war Händlern zufolge nicht mehr so schlecht wie in den vergangenen Tagen. Anleger nutzten den Kurseinbruch vom Mittwoch für den Wiedereinstieg. Gesprächsthema waren derweil auch die politischen Turbulenzen in Brasilien, die den dortigen Aktienmarkt um zwischenzeitlich rund zehn Prozent einbrechen ließen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent höher auf 20.663 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,4 Prozent auf 2365 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,7 Prozent auf 6055 Punkte.

Das politische Wirrwarr um US-Präsident Donald Trump nahm dagegen Anlegern in Europa die Lust auf Aktien. In Frankfurt ging der Dax den dritten Tag in Folge mit einem Minus aus dem Handel, er verlor 0,3 Prozent auf 12.590 Punkte und schloss auf dem tiefsten Stand seit Anfang Mai. Der EuroStoxx50 fiel um 0,6 Prozent auf 3562 Zähler. Die Verzögerung oder gar die Aufhebung von Steuersenkungsplänen und Infrastrukturprojekten wegen der Unsicherheiten im Weißen Haus treibe Anleger in die Defensive, sagte Analyst Gregor Kuhn vom Londoner Broker IG.

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Wie Reuters von US-Regierungsinsidern erfuhr, hatten Berater von Trump in den letzten sieben Monaten des Wahlkampfes mindestens 18-mal per E-mail oder Telefon Kontakt zu russischen Regierungsvertretern oder Personen mit Kontakt zum Präsidialamt in Moskau. Die Erkenntnisse wurden Stunden nach der Ernennung eines Sonderermittlers bekannt, der den Vorwurf geheimer Absprachen zwischen Trumps Team und der Regierung in Moskau sowie deren etwaigen Einfluss auf die US-Wahl untersuchen soll.

In den USA wird über ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten diskutiert. Da Trumps Republikaner Senat und Repräsentantenhaus kontrollierten, sei das aber alles andere als gesetzt, sagte Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus City of London. Zudem dürften die Untersuchungen langwierig sein. Zwar sei die Unsicherheit für die Aktienmärkte nicht gut. Doch dürfte letztlich die Erholung der US-Wirtschaft entscheidend sein und die Märkte stützen. Anleger hatten seit der Wahl Trumps im November auf einen Wirtschaftsboom in den USA spekuliert, weltweit waren die Kurse deutlich gestiegen.

Für etwas Beruhigung sorgten erfreuliche Konjunkturdaten. So hatte sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im Mai überraschend aufgehellt. Zudem war die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche unerwartet gefallen.

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