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26.05.2011

22:35 Uhr

Börse New York

US-Aktienmärkte legen zu

Die Erstanträge für Arbeitslosenhilfe sind stärker gestiegen als erwartet und das BIP der USA ist gesunken. US-Aktien rutschen ins Minus, mit Ausnahme der Papiere von Tiffany.

Schlechte US-Daten geben keinen Grund zur Freude dpa

Schlechte US-Daten geben keinen Grund zur Freude

New York/DüsseldorfDie US-Aktienmärkte haben am Donnerstag zulegt. Gute Firmenbilanzen hätten den Markt gestützt, sagten Händler. Enttäuschende Konjunkturdaten hätten die Zugewinne aber begrenzt. Die Wirtschaft in den USA wuchs im ersten Quartal 2011 deutlich langsamer als in Deutschland. Zudem beantragten mehr US-Bürger erstmals Arbeitslosenhilfe als erwartet.

Goldman Sachs senkte die Gewinn-Prognosen für die Konzerne im Index S&P-500. Eine höhere Inflation, gestiegene Rohstoffkosten und ein schwächeres Wachstum der Weltwirtschaft drückten auf die Margen, hieß es. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent höher mit 12.402 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte er zwischen 12.317 und 12.441 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 kletterte 0,4 Prozent auf 1325 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,8 Prozent zu auf 2782 Zähler. In Frankfurt schloss der Deutsche Aktienindex (Dax) 0,8 Prozent tiefer bei 7114 Punkten.

Das Bruttoinlandsprodukt der weltgrößten Volkswirtschaft stieg von Januar bis März mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 1,8 Prozent. Analysten hatten im Schnitt mit 2,1 Prozent gerechnet. Zu den schwachen Konjunkturdaten kämen erneute Sorgen um das hoch verschuldete Griechenland, sagte Scott Marseilles von Wells Fargo Advisors. Zu Unruhe an den Märkten führte die Erklärung des IWF, der in Griechenlands Ringen um neue Hilfsgelder nun offenbar die Europäer am Zug sieht. Der IWF kann dem Euro-Staat einer Sprecherin zufolge kein weiteres Geld leihen, solange er von den EU-Partnern keine finanziellen Zusicherungen erhält.

Bei den Einzelwerten ragten die Aktien des Schmuckhändlers Tiffany mit einem Plus von 8,6 Prozent heraus. Das Unternehmen hatte nach guten Zahlen im ersten Quartal seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Die Papiere von Microsoft legten zwei Prozent zu. Der einflussreiche Hedgefonds-Managers David Einhorn hatte Microsoft-Chef Steve Ballmer zum Rücktritt aufgefordert. Ballmer stecke in der Vergangenheit fest und Ballmers Anwesenheit in dem Unternehmen sei für die Microsoft-Aktie die größte Belastung, so Einhorn. Ähnlich hatten sich andere Investoren bereits über Jahre hinweg hinter vorgehaltener Hand geäußert.

Die in den USA gehandelten Anteilsscheine des japanischen Unterhaltelektronikkonzerns Sony verbilligten sich um 1,6 Prozent. Nach einem Milliardenverlust im vergangenen Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen nun wieder schwarze Zahlen. Der in Aussicht gestellte Nettogewinn liegt aber unter den Erwartungen von Analysten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,86 Milliarden Aktien den Besitzer. 2154 Werte legten zu, 846 gaben nach und 108 blieben unverändert.An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,9 Milliarden Aktien 1830 im Plus, 712 im Minus und 124 unverändert.

Von

rtr

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