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07.08.2014

23:49 Uhr

Börse New York

US-Anleger freuen sich nur kurz

Die Freude über die guten Arbeitslosenzahlen währt nur kurz. Nach einem guten Start schließend die US-Indizes erneut im Minus. Zu den wenigen Gewinnern auf dem Parkett zählte Medienmogul Rupert Murdoch.

Händler an der Nyse: Die US-Anleger halten sich mit neuen Käufen weiter zurück. ap

Händler an der Nyse: Die US-Anleger halten sich mit neuen Käufen weiter zurück.

New YorkDie Furcht vor einer Eskalation der weltweiten Krisenherde hat die US-Börsen am Donnerstag wieder ins Minus gedrückt. So schossen die prorussischen Separatisten in der Ostukraine erneut ein Militärflugzeug vom Typ Mig-29 ab. Zudem erwägen die USA Medienberichten zufolge Luftangriffe im Nordirak, um den von der Terrormiliz Islamischer Staat verfolgten Jesiden und Christen zu helfen. Überraschend gute Konjunkturdaten, die den Markt anfangs noch gestützt hatten, gerieten im Handelsverlauf immer mehr in den Hintergrund.

Der Dow Jones Industrial büßte am Ende 0,46 Prozent auf 16.368,27 Punkte ein. Dies war der tiefste Schlussstand seit April. Für den wichtigen marktbreiten S&P-500-Index ging es um 0,56 Prozent auf 1909,57 Punkte nach unten. Beim Nasdaq 100 stand ein Minus von 0,42 Prozent auf 3857,94 Punkte zu Buche. Nach der jüngsten Talfahrt hatten die Börsen am Vortag noch nahezu unverändert geschlossen.

Die Anleger sahen sich in ihrer Skepsis auch durch Aussagen vom Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi bestätigt. Demnach könnten die zahlreichen internationalen Krisenherde für die weitere konjunkturelle Entwicklung der Eurozone gefährlich werden.

Konkret nannte er auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Zinsentscheidung der EZB die Konflikte in Syrien, Libyen und in der Ukraine. Da die USA und Europa durch den internationalen Handel eng miteinander verflochten sind, könnte eine wirtschaftliche Abschwächung diesseits des Atlantiks auch die Konjunktur in den Vereinigen Staaten beeinträchtigen.

In den USA war die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend um 14.000 auf 289.000 gesunken. Das war besser als erwartet. Ökonomen hatten mit 304.000 gerechnet.

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