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21.07.2017

22:19 Uhr

Börse New York

US-Anleger nehmen nach Bilanzflut Gewinne mit

Der Dow-Jones gab am Freitag um 0,1 Prozent auf 21.580 Punkte nach. Für den Siemensrivalen GE ging es zeitweise um mehr als fünf Prozent abwärts, und auch Microsoft musste Federn lassen.

Dow-Jones und S&P starteten am Morgen mit leichten Verlusten. AP

Wall Street

Dow-Jones und S&P starteten am Morgen mit leichten Verlusten.

New YorkDie US-Börsen haben sich am Freitag nach einer erneuten Bilanzflut mit leichten Kursabschlägen präsentiert. Ihr Augenmerk legten die Investoren vor allem auf die Geschäftszahlen von großen Industrie- und Technologiekonzernen wie General Electric oder Microsoft. „Bis jetzt ist die Berichtssaison gut gelaufen, und die Chefs malen ein rosiges Bild. Viele Leute nehmen nun Gewinne mit und positionieren sich neu“, sagte J.J. Kinahan, Chefstratege bei TD Ameritrade.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,1 Prozent auf 21.580 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 trat bei 2472 Zählern auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stagnierte bei 6387 Punkten.

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Die Erwartungen an den US-Präsidenten waren gewaltig. Doch mit dem Flop der Gesundheitsreform verlieren viele Investoren den Glauben an seine Wirtschaftspläne. Die Folge: Der Dollar verliert an Wert, der Euro-Kurs steigt.

Bei den Einzelwerten standen die Aktien von General Electric auf den Verkaufslisten der Börsianer. Zeitweise stürzten die Anteilsscheine um mehr als fünf Prozent ab und schlossen 2,92 Prozent niedriger. Der neue Chef des Mischkonzerns, der Kraftwerke, Flugzeugmotoren und Röntgengeräte herstellt, lässt sich mit seiner Langfristprognose mehr Zeit als der Börse lieb ist.

Microsoft-Papiere gaben trotz positiver Zahlen rund ein Prozent nach. Der Technologiesektor hatte zuletzt besonders stark zugelegt, weil Investoren auf der Suche nach Wachstumspapieren ihr Geld hier anlegen. „Wenn die Tech-Geschäftsberichte enttäuschen, könnte dies eine Korrektur auslösen“, sagte Kinahan. In der kommenden Woche stehen die Zahlen von weiteren Branchengrößen wie Amazon, Alphabet und Facebook an.

Ebay warnte Anleger vor einem mauen Geschäftsverlauf in diesem Quartal. Anleger schmissen die Papiere des Internet-Händlers aus ihren Depots, die Ebay-Aktie gab 1,6 Prozent nach.

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Der US-Kreditkartenanbieter Visa verdiente im abgelaufenen Quartal mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Zahlungsdienstbetreiber profitierte von einem Anstieg der Transaktionen. Der Gewinn stieg auf 2,06 Milliarden Dollar von 412 Millionen Dollar, die Einnahmen legten um 26 Prozent auf 4,57 Milliarden Dollar zu. Investoren honorierten die Zahlen mit einem Kursaufschlag von knapp zwei Prozent.

Europas Aktienanleger kassierten am Freitag angesichts des hohen Eurokurses die Gewinne der vergangenen drei Monate. Vor allem Autowerte gerieten unter die Räder, da sich Golf oder Mercedes nun schon allein wechselkursbedingt auf dem Weltmarkt verteuern. Allerdings belastete auch der immer weitere Kreise ziehenden Diesel-Skandal die Stimmung. Der Dax fiel um 1,7 Prozent auf 12.240 Zähler. Der EuroStoxx50 verlor 1,4 Prozent.

Von

rtr

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