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18.07.2017

23:33 Uhr

Börse New York

US-Anleger nehmen Trump sein Scheitern übel

Enttäuschende Bilanzen und gleich zwei Schlappen für US-Präsident Donald Trump bei seinem Versprechen, Obamacare abzuschaffen, kamen an der Wall Street am Dienstag schlecht an. Dennoch kämpfte sich der Nasdaq ins Plus.

Kritischer Blick auf Zahlen und Nachrichten: Händler auf dem Parkett der New Yorker Börse. Reuters

New York Stock Exchange

Kritischer Blick auf Zahlen und Nachrichten: Händler auf dem Parkett der New Yorker Börse.

New YorkEin erneutes Scheitern von US-Präsident Donald Trump mit der geplanten Gesundheitsreform und enttäuschende Bilanzen von Banken haben die New Yorker Börsen am Dienstag belastet. Anleger zweifelten zunehmend, ob der Republikaner mit seinen Plänen für milliardenschwere Investitionen in die Infrastruktur sowie Steuererleichterungen für US-Firmen vorankommen wird. Zudem kamen die Quartalszahlen der Großbanken Goldman Sachs und Bank of America am Markt nicht gut an.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent tiefer auf 21.574 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 trat bei 2460 Zählern in etwa auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich dagegen um 0,5 Prozent auf einen Schlussrekord von 6344 Punkten. In Frankfurt rutschte der deutsche Leitindex Dax um 1,3 Prozent auf 12.430 Punkte ab, der EuroStoxx50 verlor rund 1,1 Prozent auf 3478 Punkte.

Die von Trump versprochene Steuerentlastung für amerikanische Firmen fällt voraussichtlich kleiner aus als angekündigt. In US-Regierungskreisen hieß es, die Verhandlungsführer peilten nicht mehr eine Verringerung des Steuersatzes auf 15 von 35 Prozent an. Stattdessen versuchten sie, auf einen Wert am unteren Ende einer Spanne zwischen 20 und 25 Prozent zu kommen.

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Die Erwartungen an den US-Präsidenten waren gewaltig. Doch mit dem Flop der Gesundheitsreform verlieren viele Investoren den Glauben an seine Wirtschaftspläne. Die Folge: Der Dollar verliert an Wert, der Euro-Kurs steigt.

"Die Aussichten, dass in den USA in diesem Jahr noch etwas wirtschaftspolitisch Relevantes erreicht werden wird, sind gering", sagte Martin Moryson, Chefvolkswirt von Sal. Oppenheim. "Auf die zusätzlichen Impulse zur US-Konjunktur, die sich viele von dem neuen Präsidenten erhofft hatten, wird man vergeblich warten."

Die US-Republikaner scheiterten am Dienstag sowohl mit ihrem Entwurf zum Umbau des von Trumps Vorgänger Barack Obama eingeführten Gesundheitssystems Obamacare als auch mit dem danach eilig angekündigten Plan, Obamacare ohne Ersatz abzuschaffen.

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