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23.03.2016

23:02 Uhr

Börse New York

US-Anleger scheuen vor Ostern das Risiko

Nach den Anschlägen in Brüssel scheuen US-Investoren das Risiko. Börsianer tuen sich zudem schwer mit der Beurteilung der weiteren Geldpolitik der Notenbank Fed. Im Fokus standen die Aktien von Nike und Virgin America.

Welche Richtung die Kurse nehmen, hängt derzeit vor allem von Äußerungen der US-Notenbank ab. Reuters

Aktienhändler an der Wall Street

Welche Richtung die Kurse nehmen, hängt derzeit vor allem von Äußerungen der US-Notenbank ab.

New YorkUS-Anleger haben sich am Mittwoch zurückgehalten. Nach den Anschlägen in Brüssel und aufgrund der verkürzten Handelswoche vor Ostern scheuten Investoren das Risiko, hieß es am Markt. Der Rückgang der Ölpreise lastete zudem auf dem in New York schwer gewichteten Energiesektor.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent tiefer auf 17.503 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,6 Prozent auf 2037 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 1,1 Prozent auf 4769 Stellen nach.

Börsianer taten sich auch schwer mit der Beurteilung der weiteren Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Der Chef der Federal Reserve Bank von Philadelphia, Patrick Harker, sprach sich für mindestens drei Zinserhöhungen in diesem Jahr aus. Die Fed selbst hat zwei Schritte in Aussicht gestellt.

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Bei den Einzelwerten gehörten Nike -Aktien zu den Verlierern, die 3,8 Prozent an Wert einbüßten. Der Adidas -Rivale steigerte seinen Umsatz in dem Ende Februar abgelaufenen Geschäftsquartal zwar um knapp acht Prozent auf rund acht Milliarden Dollar, verfehlte damit aber die Erwartungen seiner erfolgsverwöhnten Anleger.

Die Anteilsscheine der Billigfluggesellschaft Virgin America sprangen 13 Prozent in die Höhe. Das Unternehmen erwägt einem Medienbericht zufolge, sich komplett oder teilweise zum Verkauf zu stellen. Die Airline ist an der Börse rund 1,4 Milliarden Dollar wert. Chevron -Papiere bekamen den Rückgang der Ölpreise zu spüren und ließen zwei Prozent Federn.

In Frankfurt schloss der Dax mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 10.022,93 Zählern erstmals seit Januar wieder über der psychologisch und technisch wichtigen 10.000-Punkte-Marke. Doch hatte er am Vormittag noch ein Zwei-Monats-Hoch von 10.112 Punkten markiert. Der EuroStoxx50 rutschte sogar 0,3 Prozent ins Minus. "Vor der am Karfreitag beginnenden Osterpause an den Finanzmärkten will sich niemand zu weit aus dem Fenster lehnen", sagte ein Händler. "Daher haben die Anleger wohl den Rückzug angetreten." Viele fürchteten zudem, dass die Berichtssaison zum ersten Quartal vor allem für die gebeutelten Finanzwerte schwer werden dürfte.

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 860 Millionen Aktien den Besitzer. 771 Werte legten zu, 2257 gaben nach und 118 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,71 Milliarden Aktien 579 im Plus, 2221 im Minus und 160 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten bei dünnen Umsätzen zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 16/32 auf 97-23/32. Die Rendite sank auf 1,8769 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 1-10/32 auf 96-27/32 und rentierte mit 2,6535 Prozent.

Von

rtr

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